al-Samidoun

Kommentare und Berichte zu Politik, Religion und Kultur mit Fokus auf den Nahen Osten.

Freitag, 28. Januar 2011

Ägypten: Wasserwerfer gegen Betende


Dieses Bild, welches gerade heftig getwittert wird, zeigt wie betende Ägypter von den Mubarak-Schergen mit Wasserwerfen beschossen werden.
Angeblich haben Christen angeboten die Muslime während des Freitagsgebetes vor den Polizeikräften zu schützen.

Laut Al-Jazeera haben junge Ägypter eine Menschenkette um das Ägyptische Museum gebildet, um Plünderer abzuhalten.

Außerdem gibt es Gerüchte darüber, dass es zu Auseinandersetzungen zwischen dem Militär und Polizeikräften kommt. Einigen Berichten zufolge hat eine unbekannte Anzahl Polizisten die Seiten gewechselt und sich den Demonstranten angeschlossen.
Des Weiteren gibt es Meldungen darüber, dass die israelische Botschaft per Hubschrauber evakuiert wurde.

Vor der ägyptischen Botschaft in Israel protestierten dagegen ein paar Demonstranten gegen die ägyptische Regierung. Hier das Video.
Gleiches gilt für die Botschaft in London. (Video hier)

Vor einigen Stunden wurde bekannt gegeben, dass sich Präsident Mubarak zu den Geschehnissen äußern wolle. Bisher gab es jedoch keine Ansprache. Ägypter twittern, dass er wohl zu sehr damit beschäftigt sei, seine Koffer zu packen.

Hier noch Informationen über die Verwicklung von US-Unternehmen in die Blockierung des Internets:
In Egypt this week, the Mubarak regime shut down Internet and cell phone communications before launching a violent crackdown against political protesters. Now, Free Press has discovered that an American company — Boeing-owned Narus of Sunnyvale, CA — has sold Egypt "Deep Packet Inspection" (DPI) equipment that can be used to help the regime track, target and crush political dissent over the Internet and mobile phones.

Hier gibt es einige weitere Bilder der Proteste.

Kommentare:

  1. Der Kriegsheld Mubarak weiss schon, wie er mit dem asozialen Pack umzuspringen hat.

    Die ruhmreiche ägyptische Armee wird obsiegen!

    Nasser schreitet uns voran!

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  2. Nasser und Mubarak...toller Vergleich.

    Millionen Ägypter waren trauernd auf der Beerdigung Nassers...
    Millionen Ägypter warten heute auf die Beerdigung Mubaraks.

    Troll dich. ;)

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  3. Jetzt geht es los. Die Unruhen greifen auch auf Ägypten und den Jemen über. In der Hauptstadt Sanaa haben Tausende Menschen gegen die Regierung und soziale Ungerechtigkeit demonstriert. Bislang verlaufen die Kundgebungen friedlich. In Ägypten gbit es allerdings Gewaltausbrüche. Erst Tunesien, dann Ägypten und jetzt der Jemen. Die Ursachen sind hier wohl auch haptsächlich in der Armut der Menschen zu suchen. Die Hälfte der Menschen im Jemen muss mit 2 Dollar am Tag auskommen. Ein Drittel der Menschen hat Hunger. Wenn die Menschheit erkennt, dass die Armut ein großer Motivatior für die Terroristen ist und dann etwas dagegen macht, dann wird auch der Terror zurückgehen.

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  4. Die Proteste lassen sich allerdings nicht nur auf die Unzufriedenheit der Unterschicht zurückführen.
    Die Armut ist sicher ein bedeutender Faktor aber in Tunesien und Ägypten gehen alle Klassen auf die Straße.
    Man muss die Proteste deshalb tatsächlich auch als Schrei nach mehr Rechten und politischer Partizipation begreifen.

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