al-Samidoun

Kommentare und Berichte zu Politik, Religion und Kultur mit Fokus auf den Nahen Osten.

Montag, 14. März 2011

"Straight colonial subjecthood"

Der im Westen beliebte palästinensische Intellektuelle Sari Nusseibeh formuliert in seinem neuen Buch "What is a Palestinian State worth?" die feuchten Träume der Israelfanatiker:
One future path that, I believe, deserves serious consideration by both Palestinians and Israelis is a one-state but electorally nondemocratic consensual arrangement: that is, a mutually agreed-upon conferral by Israel of a form of “second-class citizenship” on all Palestinians who wish to accept it . . . belonging to the state without being its co-owners – even while continuing to feel they owned the country . . . Simply put, in this scenario the Jews could run the country while the Arabs could live in it.
...also ein binationaler Staat, in dem Palästinenser keine demokratischen Rechte erhalten und zu "Bürgern zweiter Klasse" degradiert werden. Auf Jadaliyya nennt man das "straight colonial subjecthood" aber es ist dennoch wahrscheinlich, dass diese Ideen in europäischen, amerikanischen und israelischen Medien auf fruchtbaren Boden fallen werden. Der Konflikt ist ja schließlich mal wieder festgefahren und die Forderungen der Palästinenser nach Freiheit und Selbstbestimmung überzogen und unrealistisch.

Im Westen um Anerkennung hechelnd, schreiend "erniedrigt mich!", so liebt man seinen Palästinenser. Ob er nun Fayyad, Abbas oder eben Nusseibeh heißt.

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