al-Samidoun

Kommentare und Berichte zu Politik, Religion und Kultur mit Fokus auf den Nahen Osten.

Freitag, 11. November 2011

Die Leser der Jungle World: kewil

Okay, vielleicht ist die Überschrift ein klitzekleines bisschen übertrieben. Natürlich muss es nichts heißen wenn ein Blogger aus einer Zeitung zitiert.
Wenn sich aber ausgerechnet einer der fanatischsten Rassisten des homophoben, antiziganistischen, sexistischen, antimuslimischen Hassblogs PI-News auf "die linke Wochenzeitung" Jungle World beruft ist das durchaus bemerkenswert.
Denn eigentlich sind für die PI-Schreiber die hiesigen Medien sowas von kolossal "linksversifft", "rot-" oder "islamfaschistisch", "kommunistisch", "linksgestrickt" oder einfach "jüdisch". Andere Druckerzeugnisse werden auch mal schlicht als "Negerzeitung" betitelt.
Und dann ist es ausgerechnet die linke Jungle World, die der homophobe Hobbyrassenkundler und PI-Autor kewil zitiert, ohne sie auch nur mit einem seiner so häufig bemühten Schmähworte abzuurteilen? So kritiklos kommt dort höchstens noch die neurechte Junge Freiheit weg.


Vielleicht sind es ja Artikel wie der von Gerhard Scheit in welchem dieser angesichts des Massakers von Oslo behauptete, so etwas wie "das Feindbild Muslim" existiere nicht, die kewil endgültig zum Jungle World Leser gemacht haben?

Ist es jetzt gut oder schlecht für eine Zeitung, wenn sie von einem Typen wie kewil nicht mit einer Flutwelle an Schimpfworten belegt wird?

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