al-Samidoun

Kommentare und Berichte zu Politik, Religion und Kultur mit Fokus auf den Nahen Osten.

Mittwoch, 1. September 2010

Begrifflichkeiten

Immer wieder fällt mir auf was für bescheuerte Begriffe in den Medien zirkulieren.

Vor ein paar Tagen las ich in einer schwäbischen Regionalzeitung einen kleinen Artikel über Thilo Sarrazin. Der Autor sprach von Sarrazins kontroverser "Ausländerkritik".
Ausländerkritik? Meine Herren, der Typ spricht davon, dass Menschen aus dem Nahen Osten genetisch minderwertig sind. Bei aller Freundschaft, das ist doch keine Kritik sondern beißender Rassismus. Nach ähnlicher Logik könnte man beinahe Horst Mahlers Hasstiraden ebenfalls als "kontroverse Judenkritik" bezeichnen.

"Die kulturelle Fremdheit muslimischer Migranten könnte relativiert werden, wenn diese Migranten ein besonderes qualifikatorisches oder intellektuelles Potential verhießen. Das ist aber nicht erkennbar. Anzeichen gibt es eher für das Gegenteil, und es ist keineswegs ausgemacht, dass dies ausschließlich an der durchweg bildungsfernen Herkunft liegt. So spielen bei Migranten aus dem Nahen Osten auch genetische Belastungen – bedingt durch die dort übliche Heirat zwischen Verwandten – eine erhebliche Rolle und sorgen für einen überdurchschnittlich hohen Anteil an verschiedenen Erbkrankheiten."


Außerdem habe ich ein Problem mit diversen X-ophobien. Islamophobie, Homophobie und wie sie alle heißen... Eine Phobie deutet an, dass der X-ophobe ein Opfer seiner Angst ist. Nun tue ich mir aber äußerst schwer damit Leute wie Sarrazin, Herre, oder einen Alex Wien als Opfer zu sehen. Die Begriffe Islamophobie und Homophobie sind verharmlosend und gehen am Ziel vorbei.

Kommentare:

  1. Werter Al-Samidoun,

    ich teile ganz und gar nicht Ihre Ansicht. Thilo Sarrazin ist mutig und spricht an, was viele hier in unserem Land (Deutschland) und Frankreich, Belgien, Dänemark u.s.w. bewegt:
    Es geht um Integration. Ihr Zitat ist in unserer Presse nicht hinterlegt uns Sie geben keine Quelle an. Das macht Sie mindestens so unglaubwürdig wie die unterstellten Äußerungen Herrn Sarrazins zur Inzucht in den entlegenen Bergregionen Anatoliens.
    Ich möchte mich nicht auf Ihr Niveau begeben!

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  2. Das Zitat ist aus seinem Buch. In diesem faz Artikel können sie das nachlesen:
    http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~EE2D543295E12432A8CFFBDA3CE51C3D2~ATpl~Ecommon~Scontent.html

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