Mittwoch, 27. Juli 2011
Tandem
Alle reden davon, dass türkische Migranten kaum Deutsch sprechen. Dabei ist es gar nicht so einfach einen Türken zu finden der kein Deutsch spricht. Eigentlich wollte ich meine äußerst dürftigen Türkischkenntnisse mit einer Tandem-Partnerschaft aufpeppen.
Brandanschlag auf von Sinti und Roma bewohntes Haus
Molotowcocktail-Attacke auf ein von Sinti und Roma bewohntes Wohnhaus in Wiesdorf: Auf ein vierstöckiges Mehrfamilienhaus in der Carl-Leverkus-Straße ist am frühen Montagmorgen ein Brandanschlag mit offensichtlich fremdenfeindlichem Hintergrund verübt worden.Die Meldung ist bereits zwei Tage alt, sollte aber nicht zwischen all den anderen Nachrichten untergehen.
Sinti und Roma gehören ebenfalls zu den Feindbildern diverser "rechtskonservativer" Agitatoren, die mit ihren Arbeiten den Terroristen von Norwegen inspiriert haben.
Montag, 25. Juli 2011
Anders B. - ein tapferer Kämpfer gegen Antisemitismus?
Der israelwahnsinnige Journalist und Araberhasser Ulrich W. Sahm hat herausgefunden, dass die Kinder des Jugendcamps, welches der - laut seinem Manifest - Israelverehrer Anders B. zum Ziel seines Anschlags machte Antisemiten waren, da sie über die Anerkennung des ""Staates Palästina"" diskutierten.
Das finden auch die Kommentatoren bei PI-News.

Eine "abscheuliche Tat" findet der Kommentator "GrundGesetzWach". Na wenigstens hat es "Antisemiten" getroffen, nicht wahr?
Einen Tag vor dem Massaker auf der Insel Utøya bei Oslo wurde in dem sozialistischen Jugendlager im Beisein von Norwegens Außenminister Jonas Gahr Støre eine Anerkennung des „Staates Palästina“ und ein Boykott Israels thematisiert…Ganz schön pervers was da passierte, bevor Anders B. seinen Fuß auf die Insel setzte.
Das finden auch die Kommentatoren bei PI-News.

Eine "abscheuliche Tat" findet der Kommentator "GrundGesetzWach". Na wenigstens hat es "Antisemiten" getroffen, nicht wahr?
Alle in einen Topf...
Es ist dabei nicht einmal unglaubwürdig, wenn die "islamkritische Szene" den Anschlag verurteilt und sich bestürzt zeigt. Es ist aber interessant zu beobachten, wie dieser Personenkreis zugleich der Befürchtung Ausdruck verleiht, nun werde man sicher mit Breivik in einen Topf geworfen. Es gibt eine andere Gruppe, die dieses Gefühl nur allzu gut kennt: Muslime, von denen ständig erwartet wird, dass sie sich von dschihadistischen Terroristen distanzieren, als empfänden sie natürlicherweise klammheimliche Freude an deren Taten.
Dabei wirkt die Propaganda und Ideologie von al-Qaida & Co. auf die meisten Muslime fast ebenso wirr und verstörend wie das Manifest von Anders Breivik auf die europäische Öffentlichkeit. Es gibt einzelne Worte darin, Begriffe, Versatzstücke, die man kennt, mit denen man etwas anfangen kann, die einem etwas bedeuten mögen - aber in der Summe und in den angeblich daraus abgeleiteten konkreten Handlungsanweisungen bleibt das Gemisch nicht nachvollziehbar. Wieso hetzt Breivik gegen Muslime und tötet junge Norweger? Wieso hetzt al-Qaida gegen "die Ungläubigen" und wirft Bomben auf Muslime?
Sonntag, 24. Juli 2011
"Im Geiste Winston Churchills"
Es ist eine seltsame Szene, die ihren Ausdruck in solchen Blogs findet und in der sich Breivik bewegte: tatsächlich pro-westlich und ausgesprochen pro-amerikanisch, Israel freundlich zugetan, dagegen aber deutlich anti-muslimisch, aggressiv christlich und "wehrhaft", "mono-kultistisch" und offen feindlich gegen alles, das liberal, links, "Multi-Kulti" und "internationalistisch" ist. Nazis verabscheut diese "patriotisch-nationalistische" Szene dabei, Sympathien und informelle Kontakte pflegt man hingegen mit der US-amerikanischen Tea-Party-Bewegung, zur FPÖ, aber auch in die rechte Fußball-Fan-Kultur der "Casuals" - und zur britischen "English Defence League" (EDL).SPON unter der Überschrift "Der Mörder und die Hassblogger" über eine Szene für die auch gewisse Kreise der Linken, bzw. Exlinken Sympathien zeigen.
Die gilt zwar als militant und ultrarechts, kooperiert aber auch schon mal mit der unter Terrorverdacht stehenden Jewish Defence League (JDL) - undenkbar bei der "Konkurrenz" aus dem Neonazi-Lager. Das geht bis zu gemeinsamen Veranstaltungen und Demonstrationen. Die Allianzen in dieser Szene sind so überraschend wie eindeutig: Hauptsache, es geht gegen Muslime.
Auslegungssache?
Man wird sich nun Gedanken machen müssen, warum ein unbescholtener Bürger einfach eines Tages loszieht und 92 Menschen tötet. Psychologen werden herangezogen werden. Gutachten müssen erstellt werden.
Anders B. hat ein "Manifest" mit dem Titel "A European Declaration of Independence" hinterlassen. Ein gut 1500 Seiten langes Word-Dokument.
Sollte dieser Text tatsächlich echt sein, dann legt der Täter darin sein Weltbild offen.
Es ist die Sicht eines zutiefst paranoiden Menschen. Die größte Bedrohung geht für ihn vom Islam aus, der wiederum von den "Marxisten" gefördert und ermöglicht wird. Marxisten, das sind für ihn all jene, die seine Angst vor dem Islam nicht teilen. Die "Multikulturalisten" und Dhimmis zum Beispiel. Ich glaube, kaum jemandem der sich heute mit den Internetdiskussionen zu Muslimen und dem Islam auseinandersetzt sind solche Positionen vollkommen unbekannt. Es ist so wie PI-News selbst eingesteht: Das was Anders B. schreibt, könnte genau so auch auf ihren Seiten stehen.
Es ist die Angst eines Menschen, der eine Veränderung Europas und damit seiner Lebenswelt fürchtet. Ein Kapitel seines Textes heißt "Eurabia". Für sein "Manifest" hat er viele Artikel von anderen "Islamkritikern" übernommen. Sie stammen nicht aus seiner Feder aber er erachtete diese Beiträge für so nützlich, dass er sie in seine Schrift mit aufnahm.
Vor einiger Zeit entstand einmal eine kleinere Debatte in den Feuilletons darüber, dass Henryk M. Broder von anderen Feuilletonisten als "Hassprediger" bezeichnet wurde. Thomas Steinfeld schrieb in der SZ:
Einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt diese Diskussion von damals erst jetzt. Denn eine der vielen Personen auf die sich Anders B. in seinem Manifest zustimmend bezieht ist Henryk M. Broder. Er zitiert eine Passage des deutschen Autors, die sich beinahe wie die obige liest:
Mir liegt es fern Broder und Konsorten die Schuld an dem Anschlag zu geben. Das würde nicht funktionieren. So wie es bisher aussieht hat ein einzelner, möglicherweise geistig gestörter Mensch einige "Suren" und "Ayat" von Broder und anderen Islamkritikern zusammengesucht und interpretiert er müsse jetzt mit Gewalt die "Toleranz" und das "Einknicken" beenden.
Es zeugt von einer zynischen Ironie, dass jetzt Broder und PI-News einwenden werden, der Terrorist habe ja alles nur falsch verstanden und ausgelegt. Nirgends ließe sich aus ihren Schriften herauslesen, dass man Unschuldige töten solle. Wenn sie sich überhaupt dazu äußern. Wird Broder eine Lichterkette in Gedenken an die Opfer organisieren, so wie das von deutschen Muslimen immer gefordert wird, wenn am Hindukusch ein Selbstmordattentat wieder unzählige Leben kostet?
Immerhin haben Anders B. und Broder ein durchaus ähnliches Weltbild. Der eine ist einfach einen Schritt zu weit gegangen und hat sein angebliches Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen, während der andere immer wieder gepredigt hat, dass nun endlich Schluss sein müsse mit der Toleranz. Es sei Zeit sich zu wehren.
Anders B. hat ein "Manifest" mit dem Titel "A European Declaration of Independence" hinterlassen. Ein gut 1500 Seiten langes Word-Dokument.
Sollte dieser Text tatsächlich echt sein, dann legt der Täter darin sein Weltbild offen.
Es ist die Sicht eines zutiefst paranoiden Menschen. Die größte Bedrohung geht für ihn vom Islam aus, der wiederum von den "Marxisten" gefördert und ermöglicht wird. Marxisten, das sind für ihn all jene, die seine Angst vor dem Islam nicht teilen. Die "Multikulturalisten" und Dhimmis zum Beispiel. Ich glaube, kaum jemandem der sich heute mit den Internetdiskussionen zu Muslimen und dem Islam auseinandersetzt sind solche Positionen vollkommen unbekannt. Es ist so wie PI-News selbst eingesteht: Das was Anders B. schreibt, könnte genau so auch auf ihren Seiten stehen.
Es ist die Angst eines Menschen, der eine Veränderung Europas und damit seiner Lebenswelt fürchtet. Ein Kapitel seines Textes heißt "Eurabia". Für sein "Manifest" hat er viele Artikel von anderen "Islamkritikern" übernommen. Sie stammen nicht aus seiner Feder aber er erachtete diese Beiträge für so nützlich, dass er sie in seine Schrift mit aufnahm.
Vor einiger Zeit entstand einmal eine kleinere Debatte in den Feuilletons darüber, dass Henryk M. Broder von anderen Feuilletonisten als "Hassprediger" bezeichnet wurde. Thomas Steinfeld schrieb in der SZ:
Das neue Vorwort zu Henryk M. Broders jüngst wiederveröffentlichtem Pamphlet "Hurra, wir kapitulieren" (Pantheon Verlag, München 2009) schließt mit den höhnischen Worten: "'Fighting is no option' ist eine genaue Zustandsbeschreibung der europäischen Konstitution. Es wäre auch ein schönes Motto für die europäische Verfassung." Was umgekehrt heißt, dass nun Schluss sein müsse mit allem Gerede, allen Vorbehalten und allen Zweifeln. Denn nun müsse gekämpft werden. (Hervorhebung durch mich)Nun wirkt es durchaus überzogen, Broder vorzuwerfen ein Hassprediger zu sein. Er spricht zumindest in dieser Passage von der "europäischen Konstitution" und nicht davon, dass entschlossene Bürger selbst den Kampf aufnehmen sollen. Auch wenn es nicht von der Hand zu weisen ist, dass Broder und viele andere "Islamkritiker" gerne davon reden, dass es Zeit sei sich zu wehren und dabei meist bewusst offen lassen, wie dieses "Wehren" eigentlich genau aussehen soll.
Einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt diese Diskussion von damals erst jetzt. Denn eine der vielen Personen auf die sich Anders B. in seinem Manifest zustimmend bezieht ist Henryk M. Broder. Er zitiert eine Passage des deutschen Autors, die sich beinahe wie die obige liest:
Broder is convinced that the Europeans are not willing to oppose Islamisation. “The dominant ethos,” he told De Volkskrant, “is perfectly voiced by the stupid blonde woman author with whom I recently debated. She said that it is sometimes better to let yourself be raped than to risk serious injuries while resisting. She said it is sometimes better to avoid fighting than run the risk of death.”Für Broder heißt es dann: wenn nicht gekämpft wird, bleibt nur die Auswanderung (Hijra?). Dies heißt im Umkehrschluss: wer nicht auswandern will, der muss kämpfen. Sich wehren. Die Zeit des "Alten Europa" sei sonst jedenfalls vorbei und in düsteren Zukunftsszenarien malt er das Bild eines Eurabien.
The German author Henryk M. Broder recently told the Dutch newspaper De Volkskrant (12 October) that young Europeans who love freedom, better emigrate. Europe as we know it will no longer exist 20 years from now. Whilst sitting on a terrace in Berlin, Broder pointed to the other customers and the passers-by and said melancholically: “We are watching the world of yesterday.”Dann folgen Zahlenspielchen in denen nochmals dargelegt wird, dass die Muslime als Kollektiv über den Geburtendschihad, das heißt viele muslimische Kinder kriegen, Europa übernehmen werden.
Europe is turning Muslim. As Broder is sixty years old he is not going to emigrate himself. “I am too old,” he said. However, he urged young people to get out and “move to Australia or New Zealand. That is the only option they have if they want to avoid the plagues that will turn the old continent uninhabitable.”Für Broder ist es unerträglich mit vielen Muslimen zusammenzuleben. Auch wenn er zu alt ist um auszuwandern rät er gerade jungen Menschen dazu ihr Glück anderswo, außerhalb von Eurabien zu suchen. Für die die bleiben wollen heißt es jedoch kämpfen...
Mir liegt es fern Broder und Konsorten die Schuld an dem Anschlag zu geben. Das würde nicht funktionieren. So wie es bisher aussieht hat ein einzelner, möglicherweise geistig gestörter Mensch einige "Suren" und "Ayat" von Broder und anderen Islamkritikern zusammengesucht und interpretiert er müsse jetzt mit Gewalt die "Toleranz" und das "Einknicken" beenden.
Es zeugt von einer zynischen Ironie, dass jetzt Broder und PI-News einwenden werden, der Terrorist habe ja alles nur falsch verstanden und ausgelegt. Nirgends ließe sich aus ihren Schriften herauslesen, dass man Unschuldige töten solle. Wenn sie sich überhaupt dazu äußern. Wird Broder eine Lichterkette in Gedenken an die Opfer organisieren, so wie das von deutschen Muslimen immer gefordert wird, wenn am Hindukusch ein Selbstmordattentat wieder unzählige Leben kostet?
Immerhin haben Anders B. und Broder ein durchaus ähnliches Weltbild. Der eine ist einfach einen Schritt zu weit gegangen und hat sein angebliches Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen, während der andere immer wieder gepredigt hat, dass nun endlich Schluss sein müsse mit der Toleranz. Es sei Zeit sich zu wehren.
Samstag, 23. Juli 2011
Doppelanschlag in Norwegen und leichte Selbstkritik bei den "Islamkritikern"
Während das rechte Hass-Portal PI-News anfänglich in zwei Beiträgen den Eindruck erwecken wollte, bei den Geschehnissen in Norwegen handele es sich um einen weiteren islamistischen Anschlag, scheint man sich dort langsam bewusst zu werden, dass der Täter den Usern des Blogs womöglich ähnlicher ist, als sie zu träumen gewagt hätten.
Aus diesem Grund versucht man unter der Überschrift "Fall Anders B. eine konservative Katastrophe" Schadensbegrenzung zu betreiben. Um "sachliche Analyse" und nicht um "Reinwaschen" solle es gehen und dennoch weist man erst mal vehement darauf hin, dass es sich nur um einen Einzeltäter gehandelt habe. Ein verirrtes Schäfchen also, das die ganze Hetze gegen linke Gutmenschen und Muslime einfach etwas zu ernst genommen habe.
In Hinblick auf die Internetkommentare des mutmaßlichen Täters stellt man bei PI-News überraschend selbstkritisch fest:
Ganz in diesem Geiste wütete der rechtsextreme Mob auch gestern und heute in den Kommentarspalten von Beiträgen wie "Warum bombt Islam ausgerechnet in Oslo?".
Nicht zu übersehen ist, dass die Administratoren von PI-News den Kommentarbereich bereits gründlich bereinigt haben. Viele Beiträge nehmen auf andere, bereits gelöschte Kommentare Bezug. Offensichtlich hat man die brisantesten Beiträge vor dem Medienansturm gelöscht.
Immer noch in der Überzeugung ein weiterer islamistischer Anschlag habe Europa getroffen spricht man davon sich endlich zur Wehr zu setzen gegen diesen "Wahnsinn". Gemeint sind natürlich die Muslime in Europa. Auch andere User fordern Gegenwehr!
Der Werbebanner, mit dem PI-News unter der Überschrift "Wehr Dich!" für ein "liberales Waffenrecht" wirbt, befindet sich nach wie vor gut sichtbar auf der Seite des Blogs.

"Wehr dich!" Ob sich Anders B. genau das gedacht hat, als er auf die Jungsozialisten geschossen und seine Autobombe gezündet hat?
Aus diesem Grund versucht man unter der Überschrift "Fall Anders B. eine konservative Katastrophe" Schadensbegrenzung zu betreiben. Um "sachliche Analyse" und nicht um "Reinwaschen" solle es gehen und dennoch weist man erst mal vehement darauf hin, dass es sich nur um einen Einzeltäter gehandelt habe. Ein verirrtes Schäfchen also, das die ganze Hetze gegen linke Gutmenschen und Muslime einfach etwas zu ernst genommen habe.
All die Zerstörungswut ist nach gegenwärtigen Erkenntnissen das Werk eines einzigen Mannes[...]Dabei fahndet die norwegische Polizei längst nach einem Mittäter. Eine weitere Festnahme wurde bereits bekanntgegeben.
In Hinblick auf die Internetkommentare des mutmaßlichen Täters stellt man bei PI-News überraschend selbstkritisch fest:
Was er schreibt sind großenteils Dinge, die auch in diesem Forum stehen könnten.Und tatsächlich. Bei Anders B. finden sich offenbar die selben Argumentationsmuster, wie man sie von den Seiten vieler "Islamkritiker" kennt. Es gibt keinen Unterschied zwischen Islam und Islamismus. Muslime und Marxisten sind das selbe wie Nazis. Der Islam sei eine Hassideologie, die noch weit mehr Menschen als der Kommunismus und der Nationalsozialismus (in dieser Reihenfolge) den Tod gebracht hätte.
Ganz in diesem Geiste wütete der rechtsextreme Mob auch gestern und heute in den Kommentarspalten von Beiträgen wie "Warum bombt Islam ausgerechnet in Oslo?".
Nicht zu übersehen ist, dass die Administratoren von PI-News den Kommentarbereich bereits gründlich bereinigt haben. Viele Beiträge nehmen auf andere, bereits gelöschte Kommentare Bezug. Offensichtlich hat man die brisantesten Beiträge vor dem Medienansturm gelöscht.
Immer noch in der Überzeugung ein weiterer islamistischer Anschlag habe Europa getroffen spricht man davon sich endlich zur Wehr zu setzen gegen diesen "Wahnsinn". Gemeint sind natürlich die Muslime in Europa. Auch andere User fordern Gegenwehr!
Dieser Anschlag ist eine Chance auch für uns,User Antidote:
uns endlich gegen den Islamfaschismus zu erheben und ihn zu besiegen!
mein Beileid mit allen Opfern und hoffentlich gibt es geeignete Gegenmaßnahmen in der freien Welt gegen diese Drecksreligion.Andere User bemerken angesichts all der Toten schadenfroh (denn man hat's ja vorhergesagt!):
Die kulturelle Bereicherung des Islam ist nun endlich auch dort angekommen.Oder:
Vielleicht kommen die Politiker und die norwegischen Sozialisten nun zum Nachdenken, wenn es stimmt, dass so viele Jugendliche im Camp erschossen wurden.Irgendwie geschieht es ihnen ja recht, wo die Norweger den Islam doch immer "hofiert" haben.
Der Werbebanner, mit dem PI-News unter der Überschrift "Wehr Dich!" für ein "liberales Waffenrecht" wirbt, befindet sich nach wie vor gut sichtbar auf der Seite des Blogs.

"Wehr dich!" Ob sich Anders B. genau das gedacht hat, als er auf die Jungsozialisten geschossen und seine Autobombe gezündet hat?
Gedanken zum Anschlag in Oslo
Oslo: Bombenexplosion erschüttert Zentrum der Stadt...
Als ich ich gestern die Schlagzeile sah, habe ich frustriert darauf verzichtet den dazu gehörenden Artikel zu lesen. Ich kam gerade aus einer Diskussion in der ich mich vehement dagegen ausgesprochen hatte, man müsse eine stärkere deutsche Identität ausbilden, um mit dem "Problem der Parallelgesellschaften" fertig zu werden.
Jetzt also wieder ein Anschlag. Und es waren zwei Dinge, die mir im Kopf herumgingen: Auf der einen Seite fragte ich mich, wie viele Opfer die Tat gefordert hatte und auf der anderen Seite, wie weit sich solch ein brutaler Anschlag in Europa auf die Politik und die Gesellschaft auswirken würde.
Kurz darauf, den Schwefelgeruch konnte man in Oslo noch riechen, rief mich dann ein Freund an mit dem ich mich grundsätzlich in hitzigen Diskussionen verfange. Er zählt sich zum rechten Flügel der SPD, vertritt aber oft Positionen des rechten CSU-Flügels. Ich mag ihn dennoch.
Er jedenfalls rief mich an, um mir von dem islamistischen Terroranschlag zu erzählen, obwohl er natürlich genau wusste, dass ich das sowieso schon mitbekommen hatte. Er wollte mir, dem Linken, nur auf den Zahn fühlen. Was würde ich jetzt wohl sagen, wo er doch wieder bestätigt wurde? Würde ich ausweichen, oder gar den Anschlag relativieren?
In leicht triumphierenden Ton heuchelte er etwas Entsetzen... Unfassbar was da wieder passiert sei... Was sei nur mit diesen muslimischen Extremisten los? Mutter Gottes, kennen die den gar kein Erbarmen mehr?
Ich ging nicht auf das Gespräch ein, antwortete einsilbig und lenkte die Unterhaltung zu einem anderen Thema. Ich hatte einfach keinen Spaß daran, dass er den Anschlag in Oslo als Beweismittel dafür nahm, dass ich in all den Diskussionen zu Einwanderung, Kriegseinsätzen und Minarettverbot Unrecht hatte.
Zu diesem Zeitpunkt stand für uns beide zweifellos fest, dass der Terroranschlag von Muslimen ausging. Während er darüber fast eine morbide Genugtuung zeigte - sie hams ja mal wieder bewiesen! - war ich frustriert und dachte ebenfalls weniger über die Opfer, als über die gesellschaftlichen und politischen Folgen nach.
Ich bin öfters auf den Seiten der so genannten "Islamkritiker". In den dortigen Kommentarspalten konzentriert sich neben Forderungen nach einem liberaleren Waffenrecht oft ein nicht zu bändigender Hass auf Muslime, Sinti und Roma, Homosexuelle, "Linksfaschisten" und Gutmenschen. Und jedes mal frage ich mich wieder, wie lange es wohl noch dauert - was passieren muss, damit einer von diesen Usern auch im realen Leben da draußen durchdreht und zur Waffe greift. War es nun so weit?
Da wusste ich noch nicht, dass der blutigste und graumsamste Terroranschlag seit Jahren in Europa nicht von einem Islamisten, sondern von einem Rechtskonservativen, von einem "Islamkritiker" verübt worden war. Jung, nationalistisch, christlich, konservativ - potentielles PI-News oder Achgut-Klientel also. Anders Behring B. , so der Name des mutmaßlichen Täters, las Kant und Smith, war ein Fan von Geert Wilders und dem norwegischen Widerstandskämpfer Max Manus. Die Polizei vermutet, dass B. in Oslo eine Autobombe zündete und dabei 7 Menschen tötete, bevor er später auf der Insel Utøya ein Lager der Jugendorganisation der Regierungspartei mit Schusswaffen angriff und dabei weitere 84 Menschen, darunter hauptsächlich Kinder und Jugendliche tötete.
Der Anschlag ist zu abartig, als dass man nun "aufatmen" könnte, dass es sich bei dem Täter eben nicht um einen extremistischen Muslim gehandelt hat. Angesichts solch einer Tat kann man kaum "Erleichterung" empfinden. Oder gar Genugtuung, weil man ja immer vor den Auswüchsen genau dieser rechtskonservativen "Szene" gewarnt hat und jetzt bestätigt wurde. Für die Opfer ist es ohnehin vollkommen irrelevant wer sie getötet oder verletzt hat.
Und ich? Ich werde gleich meinen Kumpel anrufen...
Als ich ich gestern die Schlagzeile sah, habe ich frustriert darauf verzichtet den dazu gehörenden Artikel zu lesen. Ich kam gerade aus einer Diskussion in der ich mich vehement dagegen ausgesprochen hatte, man müsse eine stärkere deutsche Identität ausbilden, um mit dem "Problem der Parallelgesellschaften" fertig zu werden.
Jetzt also wieder ein Anschlag. Und es waren zwei Dinge, die mir im Kopf herumgingen: Auf der einen Seite fragte ich mich, wie viele Opfer die Tat gefordert hatte und auf der anderen Seite, wie weit sich solch ein brutaler Anschlag in Europa auf die Politik und die Gesellschaft auswirken würde.
Kurz darauf, den Schwefelgeruch konnte man in Oslo noch riechen, rief mich dann ein Freund an mit dem ich mich grundsätzlich in hitzigen Diskussionen verfange. Er zählt sich zum rechten Flügel der SPD, vertritt aber oft Positionen des rechten CSU-Flügels. Ich mag ihn dennoch.
Er jedenfalls rief mich an, um mir von dem islamistischen Terroranschlag zu erzählen, obwohl er natürlich genau wusste, dass ich das sowieso schon mitbekommen hatte. Er wollte mir, dem Linken, nur auf den Zahn fühlen. Was würde ich jetzt wohl sagen, wo er doch wieder bestätigt wurde? Würde ich ausweichen, oder gar den Anschlag relativieren?
In leicht triumphierenden Ton heuchelte er etwas Entsetzen... Unfassbar was da wieder passiert sei... Was sei nur mit diesen muslimischen Extremisten los? Mutter Gottes, kennen die den gar kein Erbarmen mehr?
Ich ging nicht auf das Gespräch ein, antwortete einsilbig und lenkte die Unterhaltung zu einem anderen Thema. Ich hatte einfach keinen Spaß daran, dass er den Anschlag in Oslo als Beweismittel dafür nahm, dass ich in all den Diskussionen zu Einwanderung, Kriegseinsätzen und Minarettverbot Unrecht hatte.
Zu diesem Zeitpunkt stand für uns beide zweifellos fest, dass der Terroranschlag von Muslimen ausging. Während er darüber fast eine morbide Genugtuung zeigte - sie hams ja mal wieder bewiesen! - war ich frustriert und dachte ebenfalls weniger über die Opfer, als über die gesellschaftlichen und politischen Folgen nach.
Ich bin öfters auf den Seiten der so genannten "Islamkritiker". In den dortigen Kommentarspalten konzentriert sich neben Forderungen nach einem liberaleren Waffenrecht oft ein nicht zu bändigender Hass auf Muslime, Sinti und Roma, Homosexuelle, "Linksfaschisten" und Gutmenschen. Und jedes mal frage ich mich wieder, wie lange es wohl noch dauert - was passieren muss, damit einer von diesen Usern auch im realen Leben da draußen durchdreht und zur Waffe greift. War es nun so weit?
Da wusste ich noch nicht, dass der blutigste und graumsamste Terroranschlag seit Jahren in Europa nicht von einem Islamisten, sondern von einem Rechtskonservativen, von einem "Islamkritiker" verübt worden war. Jung, nationalistisch, christlich, konservativ - potentielles PI-News oder Achgut-Klientel also. Anders Behring B. , so der Name des mutmaßlichen Täters, las Kant und Smith, war ein Fan von Geert Wilders und dem norwegischen Widerstandskämpfer Max Manus. Die Polizei vermutet, dass B. in Oslo eine Autobombe zündete und dabei 7 Menschen tötete, bevor er später auf der Insel Utøya ein Lager der Jugendorganisation der Regierungspartei mit Schusswaffen angriff und dabei weitere 84 Menschen, darunter hauptsächlich Kinder und Jugendliche tötete.
Der Anschlag ist zu abartig, als dass man nun "aufatmen" könnte, dass es sich bei dem Täter eben nicht um einen extremistischen Muslim gehandelt hat. Angesichts solch einer Tat kann man kaum "Erleichterung" empfinden. Oder gar Genugtuung, weil man ja immer vor den Auswüchsen genau dieser rechtskonservativen "Szene" gewarnt hat und jetzt bestätigt wurde. Für die Opfer ist es ohnehin vollkommen irrelevant wer sie getötet oder verletzt hat.
Und ich? Ich werde gleich meinen Kumpel anrufen...
Montag, 18. Juli 2011
Rot-grüner Waffenhandel
Claudia Roth gesteht rot-grüne Rüstungsgeschäfte ein. Saudi-Arabien kaufte Raketenteile, Munition und Bauteile für Kampfflugzeuge.
[...]Auch die von 1998 bis 2005 amtierende rot-grüne Bundesregierung hat Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien gemacht.
[...]Neben Pistolen und Maschinengewehren erlaubte Rot-Grün auch die Ausfuhr von Raketenteilen, Munition und Granaten. Auch Bauteile für Kampfflugzeuge, Schießanlagen, Funküberwachungssysteme und Militärboote sind im Exportbericht genannt.
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