al-Samidoun

Kommentare und Berichte zu Politik, Religion und Kultur mit Fokus auf den Nahen Osten.
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Sonntag, 11. September 2011

Schrecklicher Verdacht...

All jenen die da bereits spekulieren der Angriff auf die israelische Botschaft in Kairo sei von Mubarak-Schergen, Mubarak selbst oder der Regierung fingiert worden, denen sei gesagt, dass es vor der in der Nähe gelegenen Botschaft Saudi-Arabiens ebenfalls zu Protesten kam. Dabei skandierten die Demonstranten Parolen gegen Mubarak und das saudische Regime.
In addition to attacking the Israeli Embassy, witnesses said, protesters also menaced the nearby embassy of Saudi Arabia, which many Egyptians believe has pushed their own government to avoid setting a precedent by taking retribution against Mr. Mubarak. “Saudi Arabia and Mubarak are one hand,” protesters chanted. (Mr. Mubarak is currently on trial for corruption and conspiring in the killing of protesters earlier this year.)
Wenn es Mubarak nicht war, dann müssen es die Islamisten gewesen sein, vermutet mancher Experte. Das sind die selben Leute, die auch nach der fünften Explosion einer Gaspipeline nach Israel noch immer darauf beharrten, die "ägyptische Revolution" habe keinerlei außenpolitische Ziele. Nur Islamisten sind nicht gut auf Israel zu sprechen, während die twitternden, "modernen, westlichen" Jugendlichen der Facebook-Revolution automatisch, na eben pro-westlich seien und deshalb keine Gefahr für die Beziehungen mit Israel darstellen können.

Doch die Realität sieht mal wieder etwas anders aus. Während nämlich die Muslimbrüder und ihre salafistischen Kollegen an den Protesten vor der Botschaft nicht teilnahmen und sich (im Falle der Muslimbrüder) sogar davon distanzierten, waren es offensichtlich eher säkulare Jugendliche (darunter Ultras), die die Proteste und den Angriff anführten.

Wesentlich wahrscheinlicher ist allerdings, dass es sich bei den Demonstranten um syrische Agenten handelte, die von dem Vorgehen des Ba'th-Regimes in Syrien ablenken wollen. Noch viel wahrscheinlicher war es allerdings der Iran, der den Angriff in Auftrag gab. Auch der Angriff vom 11. September geht womöglich auf das Konto von Iran und Hizbullah, wie uns eine israelische Zeitung nahelegt:
US lawsuit charges that Iran, Hezbollah involved in facilitation of September 11 attacks. Ynetnews presents special report about dramatic revelations that could change everything we knew about 9/11
Äääh, ja!
Dramatisch jedenfalls und eine so unerwartete Enthüllung! Ynetnews kündigte unterdessen an neue bahnbrechende Informationen über andere Ereignisse der Weltgeschichte veröffentlichen zu wollen. Insider vermuten, dass es sich dabei um den Beweis handelt, dass der Mufti von Jerusalem und Hassan Nasrallah tatsächlich die biologischen Eltern Hitlers sind. Es bleibt also spannend!

Sonntag, 17. Juli 2011

Rücktritt des ägyptischen Außenministers

Muhammad al-'Urabi der neue ägyptische Außenminister hat gestern ein Rücktrittsgesuch bei Ministerpräsident 'Isam Sharaf eingereicht, welcher das Gesuch annahm. Al-'Urabi hatte das Amt von Nabil al-'Arabi übernommen, der dann zum Vorsitzenden der Arabischen Liga gewählt wurde. Ein Posten mit eher beschränktem politischen Einfluss.
Man vermutet, dass al-'Arabi aufgrund seiner negativen Haltung zur Blockade des Gazastreifens, seiner Distanz zu Saudi-Arabien und seiner "versöhnlichen" Äußerungen gegenüber dem Iran auf das "Abstellgleis" der Arabischen Liga geschoben wurde.
Ganz im Gegenteil zu seinem Nachfolger al-'Urabi, der vier Jahre lang als Botschaftsrat in der ägyptischen Botschaft in Israel beschäftigt war und der außenpolitisch für eine Annäherung an die Golfstaaten eintrat.

Seit den letzten Tagen weiten sich die Proteste in Ägypten wieder aus. Große Teile der Bevölkerung fordern eine schnelle Verurteilung Mubaraks, seiner Getreuen und der Polizeikräfte, die während der großen Protestwelle im Januar und Februar Demonstranten getötet und verletzt haben. Zudem wächst die Unzufriedenheit über ausbleibende Reformen und die Einsetzung von Ministern, die schon unter Mubarak wichtige Ämter bekleideten.

Al-'Urabi war lange Zeit Botschafter in Deutschland. In dieser Funktion hatte er vor Jahren einmal unserer Stufe in der Schule einen Besuch abgestattet. Seinen Namen hatte ich vergessen, das Gesicht kam mir allerdings bekannt vor.

Montag, 11. Juli 2011

"Palestine is something very big..."

Ich bin ein großer Freund der "Durch die Nacht mit..."-Reihe auf Arte. In der letzten Folge trafen sich der ägyptische Regisseur Marwan Hamed und sein iranischer Kollege Rafi Pitts um durch das nächtliche Kairo zu ziehen.

Hauptthemen waren natürlich die Revolten im Iran und in Ägypten. Immer noch überwältigt von den Ereignissen tauschten die beiden Filmemacher ihre Erfahrungen aus, die sie im Hinblick auf die Proteste im Iran und Ägypten gesammelt hatten. Ein wirklich interessanter Punkt - und hier divergieren westlicher und arabischer Narrativ teilweise erheblich - ist der, dass die Personen in der Sendung immer wieder die Rolle Palästinas hervorhoben, wenn es um den Grund für politische Aktivitäten in Ägypten ging.

In einem Hinterhof in Kairo Downtown trafen sich Hamed und Pitts mit politischen Aktivisten und Leuten aus der Filmbranche. Eine der Anwesenden, eine linke Aktivistin erklärte, dass ihr politisches Interesse im Jahre 2002 erwacht sei. Damals, zur Zeit der zweiten Intifada, gab es erstmals seit langer Zeit in Ägypten pro-palästinensische Demonstrationen. Im Rahmen dieser Aktionen liege der Ursprung ihrer politischen Aktivitäten.

In einer anderen Szene unterhalten sich die beiden Filmemacher mit einem Vertreter der hiesigen Ultras-Bewegung. Diese spielten eine nicht unerhebliche Rolle während der Revolution, als sie vor allem versuchten die Demonstranten vor Angriffen der Mubarak treuen Schlägertruppen zu schützen, die Jagd auf Demonstranten machten. Der Aktivist erklärte, dass die Ultras zum ersten Mal ernsthaft ins Visier des Polizeiapparates gerieten, als auch sie 2002 spontan eine Demo zur Unterstützung der Palästinenser organisierten.

Pitts zeigte sich etwas erstaunt darüber, dass Palästina eine so große Bedeutung für die Ägypter habe. "Palestine is something very big..." erklärt Hamed dem iranischen Besucher. Was dort an Ungerechtigkeit geschehe mache die jungen Leute "sehr, sehr wütend".

Keine der Personen, weder Hamed, noch der Vertreter der Ultras, noch die linke Aktivistin haben irgendeine Verbindung zum Islamismus. Ganz im Gegenteil äußern sie ihre Sorgen vor einer möglichen Machtübernahme durch die Islamisten.
Während hierzulande die "Palästinasolidarität" der Araber mit Islamismus und religiösem Radikalismus verknüpft wird, spielt dieses Element keine besondere Rolle für das Eintreten der Ägypter für die Palästinenser. Das Mitglied der Ultras aber auch Hamed verweisen lieber auf die "arabische Solidarität", welche die Verbindung zu den Palästinensern erkläre.
Natürlich gerät Hamed auf die Nachfrage seines iranischen Kollegen, was denn "arabische Solidarität" eigentlich sei ins Stocken. Gemeinsame Geschichte, Kultur, Sprache.... sicherlich jedoch nicht allein die Religion, denn Araber seien schließlich nicht nur Muslime.

Kurz vor Anbruch der Ausgangssperre, die Sendung ist fast zu Ende, fahren sie an einer der vielen Demonstrationen vorbei. Pitts fragt Hamed daraufhin für was diese Leute hier demonstrieren würden. Hamed beugt sich zum Fenster, versucht die Plakate der Demonstranten zu erkennen und entgegnet: "Palestine"....

Samstag, 25. Juni 2011

Absage an Weltbank und IWF

Interessante Entwicklung:
Die Ägypter haben horrende Schulden. Doch von der internationalen Staatengemeinschaft wollen sie keine Hilfe. Die Regierung reagierte jetzt auf das Rumoren in der Bevölkerung - und verzichtete auf Darlehen von Weltbank und IWF.
Das ist jedoch die andere Seite:
Ägypten setzt nun vor allem auf die Hilfe zweier finanzkräftiger arabischer Länder. Der Golf-Staat Katar plant dem Vernehmen nach Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Dollar in Ägypten, Saudi-Arabien stelle vier Milliarden Dollar als langfristige Kredite und nicht rückzahlbare Hilfen bereit.

Dienstag, 7. Juni 2011

Polizeigewalt in Ägypten

Auch gestern kam es in Kairo wieder zu Protesten. Die Demonstranten wendeten sich vor allem gegen die Brutalität durch den Polizeiapparat, der nach wie vor (Mubarak) foltert und mordet.

Aktivisten wagten es sogar Bilder des von der Polizei zu Tode gefolterten Khaled Said an die Wände des Innenministeriums in Kairo zu sprühen.
Hier gibt es ein Video von der Aktion.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Counter-revolution made in Saudi-Arabia?

During the 25 January revolution, Salafi scholars denounced protests as un-Islamic and warned Muslim youths against engaging in the uprising, but the hard-line Muslims became visible once Mubarak and his security apparatus fell. They were emboldened to stage more protests along sectarian lines. Some went further, announcing the formation of political parties to compete in the parliamentary elections slated for September. Some observers allege that the sudden emergence of Salafis is orchestrated by Saudi Arabia, which seeks to abort the Egyptian revolution for fear that the same revolutionary model would be reproduced on its soil.

Mehr zum Thema: Is Egypt facing a counter revolution?
Yasmine El Rashidi, how damaging is this latest outbreak of violence for Egypt's democracy plans? Is this, as the government says, a counter revolution?

YASMINE EL RASHIDI: I think it's extremely damaging for the democracy plan. I think it puts in question the position of the army. I think it puts in question the presence of the old regime and their hand in what's happening. And I think it is a counter revolution.

Sonntag, 8. Mai 2011

Ägypten: Zusammenstöße zwischen Muslimen und Kopten

In Kairo kam es erneut zu Zusammenstößen zwischen Muslimen und Kopten. Neun Menschen sind tot, Al-Jazeera spricht von 11. Darunter mindestens fünf Kopten. Diese innerägyptischen Spannungen sind gefährlicher als jedes andere Problem mit dem Ägypten momentan konfrontiert ist. Inwiefern tatsächlich Salafisten für den Angriff verantwortlich sind, so wie es die Kopten und auch Al-Jazeera behaupten kann man momentan schwer sagen.

Mittwoch, 4. Mai 2011

"Antizionist" Mubarak

Doch anders als Israels Langzeitpartner Hosni Mubarak muss die neue Führung in Kairo in ganz anderer Weise auf die öffentliche Meinung daheim Rücksicht nehmen. Im September sind die ersten freien Parlamentswahlen. Und nach einer Revolution für mehr Demokratie, Pluralität und Mitbestimmung lassen sich unpopuläre Entscheidungen nicht mehr so einfach aufrechterhalten, die Mubarak noch ganz selbstverständlich per Polizeiknüppel durchgesetzt hat. Wer seinerzeit in Kairo gegen die Strangulierung des Gazastreifens protestierte, landete schnell hinter Gittern.
So viel zu dem Märchen, Mubarak wäre vom Antizionismus besessen gewesen und hätte die ägyptische Bevölkerung nur aufgehetzt.

Arabischer Frühling: Keine Verbindung zu Palästina...

Die Bewegung 6. April, maßgeblich an den Protesten beteiligt, die zum Sturz Mubaraks führten, hat es entschieden abgelehnt in einem Beitrag des israelischen Fernsehens zu erscheinen.


Kleine Information für diejenigen die glauben, die Proteste in den arabischen Ländern hätten rein gar nichts mit Außenpolitik oder dem Israel-Palästinakonflikt zu tun.

Montag, 2. Mai 2011

Josef Joffe und das angebliche Schweigen auf dem Tahrir-Platz zum Palästinaproblem

Durch Mondoprintes Beitrag über die Liaison zwischen Saudi-Arabien und Israel bin ich auf einen Artikel Josef Joffes aufmerksam geworden, in dem dieser offenbar abstreitet, dass der "arabische Frühling" irgendetwas mit dem Palästina-Israel-Konflikt zu tun habe. Diese recht häufig geäußerte Ansicht dient wohl eher der Selbstversicherung. Man will sich einreden, dass die Ablehnung der israelischen Politik durch die Araber, an der Propaganda ihrer Despoten liege und Israel in keinster Weise für das eigene Image verantwortlich ist.

"Hau ab nach Tel Aviv, sie lieben dich dort sehr, oh Präsident"

Führende Persönlichkeiten der revoltierenden Jugend in Ägypten, den Shabab al-Thaura, führen nicht selten ihre Strukturen auf die Zeit der 2. Intifada zurück, als eine Welle der Solidarität mit den Palästinensern durch die arabischen Staaten ging. Zwar versuchten die Herrscher (allen voran Mubarak und die Sa'udi-Family) Sympathiebekundungen mit den Palästinensern einzugrenzen und Solidemos waren umzingelt von der bewaffneten Geheimpolizei, aber in dieser Zeit liegen Wurzeln der Strukturen, die 2011 zum Sturz Mubaraks beigetragen haben. Dazu einer der ägyptischen Aktivisten:

Those self described “ME experts” tend to neither know a word of Arabic nor visited Tahrir Square during the mass protests. The roots of this Egyptian revolt date back to September 2000, when street activism was revived again following a decade of dirty wary between the regime and the Islamist militants. There is a chain reaction linking those protests which broke out in solidarity with the Palestinian intifada to the current revolt.

Die Demokratiebewegung auf dem Midan al-Tahrir ließ keine Zweifel daran aufkommen, dass man in der Mubarak-Administration, mit dem berüchtigten Geheimdienstchef Omar Sulayman eine willige Erfüllungsgehilfin der Politik Israels und der USA sah. Parolen wie „ارحل ارحل يا عميل بعت بلادك لاسرائيل“ (Hau ab Handlanger, du hast dein Land an Israel verkauft!) waren fester Bestandteil der Proteste.

Aufruf zum Stopp der Erdgaslieferungen an Israel

Apropos Erdgasdeal. Josef Joffe hat offenbar nicht mitbekommen, dass in den letzten Wochen drei Sabotageakte mit Sprengstoff gegen die Erdgasleitungen nach Israel verübt wurden. Hätte er einmal einen Ägypter gefragt, hätte dieser ihm sicher erklärt, dass der Erdgasdeal zwischen Ägypten und Israel in der Bevölkerung höchst unbeliebt ist. Und das nicht nur, weil das Erdgas zu Dumpingpreisen an den Nachbarstaat verscherbelt wird. Auf was, wenn nicht auf diese Forderungen der Demokratiebewegung hat die neue ägyptische Regierung wohl reagiert, als sie jetzt eine Neuverhandlung der Verträge angeordnet hat?

Joffe scheint nicht mitbekommen zu haben, dass mittlerweile regelmäßig vor der israelischen Botschaft in Ägypten demonstriert wird. Etwas, was vorher unmöglich war, da der Mubarak-Geheimdienst derartige Aktionen augenblicklich unterbunden hätte. Seltsam, wo doch angeblich der Antizionismus von „Oben“ verordnet worden sei.

1. Mai auf dem Midan Tahrir - Solidarität mit den Palästinensern

Joffe und Menschen ähnlicher Ansichten müssen die Araber für vollkommen blöd halten, wenn sie behaupten, diese würden nicht durchschauen, dass ihre Despoten sehr gut mit dem israelischen Staat auskommen und jegliche gegenteilige Aussagen purer Populismus sind. So als ob die enge Kooperation zwischen den arabischen Despotien und den Regierungen der USA, Israels und anderer westlicher Staaten immer ein Geheimnis gewesen wäre.
Die arabischen Bevölkerungen sind nicht so dumm wie Josef Joffe sie einschätzt. Und wenn der ägyptische Präsident zaghaft in Richtung Israel blökt, zur selben Zeit aber Gaza abriegelt und auch in allen anderen Dingen mit der israelischen Regierung kooperiert, dann geht das an der ägyptischen Bevölkerung nicht unbemerkt vorbei.

Antizionismus ist/war gewiss nicht die Triebkraft der Proteste. Neben dem Nahost-Konflikt gibt es genügend andere Probleme, mit denen die Menschen von Tunesien bis Sanaa konfrontiert sind. Es ist jedoch eine Illusion anzunehmen, die Lage der Palästinenser und die israelische Politik würde die Araber kalt lassen, wenn ihre Despoten sie nicht aufhetzen würden. Das Gegenteil war immer der Fall. Die Diktatoren haben immer darauf geachtet, dass ihre Bevölkerungen nicht zu starke Sympathien mit den Palästinensern entwickeln. Denn dies wäre höchst Bedrohlich für die mit Israel kooperierenden Despotien.

Aber eigentlich hat Jeff Klein bei Mondoweiss schon alles gesagt. Josef Joffe, da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens!

Donnerstag, 28. April 2011

Ägypten: 846 Tote = "unblutige" Revolution

Satire in der Welt:
Das große arabische Erwachen in diesem Frühling hat den Westen beunruhigt und konsterniert, vor allem aber irritiert. Davon hat er sich noch immer nicht erholt. In Tunesien und Ägypten gingen die Veränderungen schnell und relativ unblutig vonstatten.
Nochmal: Mubarak hat bisher deutlich MEHR tote Demonstranten auf dem Gewissen, als es Assad bisher hat. Diese Tatsache schreibe ich nicht um die Gewalt des Ba'th-Regimes zu relativieren, sondern um zu verhindern, dass die Mubarak-Diktatur verklärt wird. Aber für Mubarak-Fans sind knapp 850 Tote eben relativ unblutig.

Auch der Rest des Artikels ist beschämend peinlicher Blödsinn.
Ein befreites Syrien würde auch dem Libanon die Chance eines Neuanfangs in Freiheit geben, denn Assads Agenten führen dort weiter den Kampf gegen Befürworter der Unabhängigkeit.
Dann wäre auch gewährleistet, dass endlich der Bericht jener internationalen Kommission veröffentlicht wird, die den Mord am früheren libanesischen Präsidenten Hariri und einem Dutzend seiner Unterstützer untersuchen sollte. Der Bericht dürfte eindeutige Belege dafür liefern, dass Syrien und Hisbollah in das Attentat verstrickt waren. Der Libanon würde endlich zu einem freien, demokratisch-zivilisierten und unabhängigen Staat.
Putzig, nicht wahr? Wenn erstmal die iranisch-syrisch unterstützten Gruppen ausgeschaltet sind, dann können endlich die saudi-arabisch unterstützten Gruppen die Demokratie in den Libanon tragen.
Wie "zivilisiert" sich die Hariri-Anhänger verhalten, hat man ja zum Beispiel beim Halba-Massaker begutachten dürfen. "Zivilisiert" sind für die Welt nur die Menschen, die dem Westen oder Saudi-Arabien huldigen. Die, die sich dafür bedanken, wenn Bomben auf das Land geworfen werden. Die einzige Gefahr für den Nahen Osten (und das heißt einzig und allein Israel und mit einigem Abstand Saudi-Arabien) sind Syrien und der Iran:
Ein entscheidender Schlag gegen Assad und der Aufstieg eines freien Syrien würden die Machtverhältnisse im Nahen Osten verändern. Der Iran wäre mit seiner expansionistischen Politik in die Schranken gewiesen. Erhöhte man die Sanktionen merklich, dann würde Teheran vielleicht sogar alle atomaren Ambitionen aufgeben, ohne dass es zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen müsste. Die Saudi-Araber wären erleichtert, und wohl ebenso erginge es den Emiraten, bedenkt man die permanenten iranischen Erpressungsmanöver.
Sind Syrien und Iran erst mal zerschlagen, dann erst kann der Nahe Osten blühen. Und natürlich auch das Disneyland Saudi-Arabien. Ist es nicht furchtbar wie die Musterdemokratien im Golf "permanent" vom Iran erpresst werden? Mit Saudi-Arabien hat man nämlich keine Probleme, man freut sich sogar, wenn die "Saudi-Araber" (und damit kann nur die Königsfamilie gemeint sein) erleichtert sind. Auch wenn Saudi-Arabien vermutlich das brutalste, reaktionärste und repressivste Regime des ganzen Nahen Ostens ist.
Aber so lange keine Europäer, Amerikaner und Israelis in Gefahr sind, ist es vollkommen egal wie viele Araber von Diktatoren gefoltert und ermordet werden. Machen wir uns doch keine Illusionen: wäre Syrien voll auf "unserer" Seite, würde es all diese Schreiberlinge nicht ansatzweise interessieren, wenn tausende Araber getötet werden würden. Deshalb verlief die ägyptische Revolution auch "unblutig", trotz weit über 800 Toten.
Deshalb klingt der Autor des Textes auch verbittert, wenn er davon spricht, wie Mubarak, "Amerikas vertrauensvollster Alliierter" "fallengelassen" wurde.

Die Israelwahnsinnigen werden diesen arabischen Despoten bis in alle Ewigkeit hinterhertrauern. As'ad AbuKhalil schrieb heute polemisch:
Zionists would get rid of Theodor Herzl before they get rid of Husni Mubarak.
Manchmal könnte man das wirklich denken.

Mittwoch, 27. April 2011

Wieder Sabotage an Erdgasleitungen

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch nahe der ägyptischen Stadt Al-'Arish das Rohrleitungsnetz angegriffen, über welches Erdgas nach Jordanien und Israel befördert wird. Ein Sprecher Al-Jazeeras teilte mit, dass die Gasstation Al-Sabika Ziel des Spengstoffangriffs war. So lange bis die Feuer gelöscht sind wurde die Gaszufuhr ausgesetzt.

Das selbe Netz war bereits Anfang Februar attackiert worden, wodurch ebenfalls kurzzeitig die Gaslieferungen an Israel und Jordanien unterbrochen wurden. Israel bezieht 40% seines Erdgasbedarfs aus Ägypten.

Sonntag, 24. April 2011

Saudische Manipulation der Revolutionen?

In vielen Regionen in denen seit den letzten Wochen und Monaten immer wieder protestiert wird, verschaffen sich offenbar vermehrt Salafisten, Jihadisten und andere Bin-Laden-Fans Gehör. Diese Entwicklungen sehe ich in einem Zusammenhang mit dem Interesse Saudi-Arabiens (und anderer Golfstaaten) die arabischen Revolutionen zu kapern oder wenigstens zu beeinflussen. In keiner Weise treffen die folgenden Beobachtungen auf alle oder einen großen Teil der arabischen Demonstranten zu. Gemeint ist ein kleiner aber unter Umständen zukünftig bedeutsamer Teil.


Syrien
In Syrien werden neben den anti-schiitischen und anti-iranischen unter anderem auch Parolen wie "Al-'Alawiyye bi-l-tabout, wa masihiyye 'al-Beirout!" skandiert ('Alawiten in den Sarg! Christen nach Beirut!).
In diesem Sinne betrachte ich Slogans gegen den Iran und die Hizbullah teilweise auch als salafistisch motivierte Rufe nach einer konfessionellen Homogenisierung des Landes, also als quasi-Aufforderung zu einer Säuberung der Region von Schiiten bzw. anderer Glaubensgemeinschaften. Nicht, dass es nicht vollkommen legitim und wünschenswert ist sich gegen die iranische Diktatur auszusprechen; bei einigen Demonstranten sehe ich die Gegnerschaft zum Iran jedoch eher in einer ausgeprägt anti-schiitischen Haltung begründet. Oder glaubt tatsächlich jemand, die syrischen Demonstranten hätten plötzlich ihre Liebe zum israelischen Staat entdeckt und würden sich jetzt aus reiner Zuneigung Israels gegenüber, gegen die iranische Diktatur wenden?
Der Motor dürfte bei manchen dieser Demonstranten eher eine Liebe zum Wahhabismus, als eine Liebe zum Zionismus sein.
So wurde im Libanon kürzlich einer dortigen islamistischen Hizb al-Tahrir Gruppe verboten eine Demonstration zur Unterstützung der syrischen Opposition abzuhalten.

Wie gesagt: das gilt für einige Demonstranten. Viele andere stellen sich gegen konfessionelle Spaltungen wie hier bei der Beerdigung eines Syrers, der von Scharfschützen erschossen wurde.
(In etwa: "Der Islam und das Christentum sind eine vereinte Hand")

Syrer, keine Salafisten.

Auf dem kleinen Schild steht: Wir sind Syrien, wir sind keine Salafisten. Auf dem großen Schild steht in ironischer Anspielung auf den ermordeten syrischen Christen Hatim Hanna: Ist der Märtyrer Hatim Hanna ein christlicher Salafist?
Denn nicht zuletzt hat natürlich auch das syrische Regime Interesse daran, die Demonstranten als Salafisten zu diskreditieren.


Jemen
Während man sich in den deutschen Medien freut, dass die Golfstaaten nun offenbar eine "Lösung" für das "Problem" im Jemen gefunden haben, muss man sich vor Augen halten, dass es eben immer noch eine "Lösung" der Golfstaaten ist. Mancher fragt sich tatsächlich, ob man jetzt ein "jemenitisches Wunder" erleben darf. So als ob der Golfkooperationsrat auch nur den Hauch von Interesse an Demokratisierung in der Region habe. Eine von den Golfregierungen ausgehandelte Lösung ist immer im Interesse dieser Regime und damit automatisch nicht im Interesse der Bevölkerung. Oder erwartet man tatsächlich progressive Schritte von "Musterdemokratien" wie Saudi-Arabien?
Sollte also dieser Schachzug der Golfregierungen trotz massivem Protest der jemenitischen Demonstranten aufgehen, dann wäre das mit großer Sicherheit eine Niederlage für die Demokratiebewegung im Jemen.


Jordanien
Während der Proteste am sichtbarsten waren die Salafisten und Jihadisten bisher in Jordanien. Gewaltbereit und aggressiv posierten bärtige Messerschwinger öffentlichkeitswirksam vor den Kameras.

Salafistischer Demonstrant in Jordanien

Anschließend kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht, wobei etwa 80 Menschen verletzt wurden.
Zwar gibt es berechtigte Vermutungen, die jordanische Führung würde die Salafisten benutzen, um die Demokratiebewegung zu diskreditieren und ein hartes Vorgehen gegen selbige zu rechtfertigen, unterschätzen sollte man diese Minderheit jedoch auf keinen Fall.


Ägypten
Während es wenigstens so scheint, als würden sich nach dem Sturz Mubaraks die Spannungen zwischen der ägyptischen und der saudischen Regierung verschärfen, versucht das Königreich seinen Einfluss in Form von Salafisten am Nil geltend zu machen. Kürzlich war bei Protesten gegen einen Bürgermeister im Bezirk Qina von Salafisten die saudische Flagge gehisst worden. Zwar demonstrierten tags darauf auch andere ägyptische Bevölkerungsgruppen (darunter Kopten) gegen den unbeliebten Bürgermeister, die Salafisten konnten jedoch eine beachtliche Anzahl Unterstützer mobilisieren.

Doch auch Ägypter wenden sich klar gegen solche Auswüchse und sehen darin den Versuch einer saudischen Einflussnahme:

"Nein zum amerikanischen Imperialismus und seinem
wahhabitischen Werkzeug in Ägypten und der Region"



Alles nur ein Schwindel?
Auf der anderen Seite sind Schreckgespenster wie Salafisten, Jihadisten und andere Bin-Laden-Anhänger ein willkommener Anlass der Außenwelt zu zeigen, dass es auch in ihrem Interesse ist, wenn die arabischen Regierungen hart gegen die Demonstranten vorgehen. Zu groß ist die Angst vor einem weiteren Erstarken des fundamentalistischen Islam. In Syrien führt das Regime die "Unruhen" direkt auf Salafisten zurück und wirft diesen auch den Mord an Demonstranten und Polizisten vor. Auch im jordanischen Königshaus ist man sicherlich nicht unglücklich darüber, dass Salafisten mit ihren Waffen vor den Kameras herumfuchteln und ein bedrohliches Bild abgeben. Vor diesem Hintergrund hält man im Ausland still, wenn man hart gegen die Demokratiebewegungen vor geht.
Dennoch wird in arabischen Internetforen die Angst ausgedrückt, Syrien könnte sich in eine Art "Kandahar" verwandeln und auch die ägyptischen Kopten haben die Regierung über ihre Sorgen unterrichtet, ein Erstarken der Salafisten stelle für sie eine große Bedrohung dar. Zweifellos hat Saudi-Arabien großes Interesse daran über islamistische Gesinnungsgenossen den Einfluss auf die anderen arabischen Länder vergrößern, diese Bedrohung spielt aber zugleich anderen Regierungen in die Hände, die so ihr hartes Vorgehen rechtfertigen können.

Dienstag, 19. April 2011

Unschönes aus Ägypten

Ein Video von den Prostesten in Qina. Die Menge wendet sich gegen den neuen (koptischen) Bürgermeister Emad Shehata Michael, der früher Mitglied der Polizeikräfte war und eine gewisse Nähe zum alten System erkennen ließ. Er wird außerdem für gewalttätige Übergriffe auf Demonstranten während der ägyptischen Revolte verantwortlich gemacht.

Außerdem scheint für viele Demonstranten seine christliche Konfession eine Rolle zu spielen, denn die Menge im Video schreit unter anderem "Wir wollen einen Muslim!".

Die Proteste waren vor allem von Salafisten und den Muslimbrüder getragen worden. Letztere zogen sich jedoch zurück, als die Salafisten begannen den Protest "zu übernehmen". Die Muslimbruderschaft hat schließlich öffentlich vor konfessionellem Blutvergießen gewarnt, sollte die Krise andauern.
However, by Friday evening, members of the Muslim Brotherhood as well as various Salafist groups had taken over the protests and began chanting anti-Coptic slogans. The flag of Saudi Arabia was erected in front of the governorate. This led many of the Copts to withdraw from the protests.

Seeing that the Salafis were gaining the upper hand, members of the Muslim Brotherhood also began withdrawing from the protest.

The group released a statement, warning against sectarian bloodshed if the crisis were to continue[...]

Salafisten

Salafisten hissen im oberägyptischen Gouvernement Qina die saudische Flagge.
Wäre es die iranische, würde man das vermutlich in deutschen Zeitungen lesen.

Freitag, 15. April 2011

Erdgas zu Spottpreisen...

Die Verträge zwischen Ägypten und Israel zur Lieferung von Erdgas zu Spottpreisen, weit unter dem üblichen Marktpreis, werden nach heftigen Protesten in Ägypten neu ausgehandelt. Die Verträge waren unter Mubarak geschlossen worden und dessen Familie verdiente gut an dem Handel. Auch die Verträge mit Jordanien sollen neu überdacht werden.

Mittwoch, 13. April 2011

Ägyptische Außenpolitik

Nabil al-Araby, Ägyptens neuer Außenminister betont die Wichtigkeit Gazas für die Politik Kairos und verlangt einen Stopp der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen.

Der stellvertretende Ministerpräsident Yahya al-Jamal kündigte an, Ägypten werden nun vor allem versuchen gute Beziehungen zu den anderen arabischen und afrikanischen Staaten aufzubauen. Das alte Regime habe sich politisch zu sehr auf Amerika und Israel konzentriert.

Der (zweifelhafte) Mustafa al-Faqi wurde von Ägypten zum Kandidaten für das (zweifelhafte) Amt des Generalsekretärs der (zweifelhaften) Arabischen Liga nominiert. Der (zweifelhafte) Amtsanwärter unterstrich im Hinblick auf einen möglichen neuen ägyptischen Präsidenten, dass dieser auch dazu fähig sein sollte "nein" zu sagen, bei Forderungen aus der amerikanischen und israelischen Richtung.

Freitag, 8. April 2011

Kairo: Proteste vor israelischer Botschaft

Während man sich offiziell selbst versichert, dass die Ägypter ja alle gar kein Problem mit der israelischen Politik haben und eine Mehrheit den Frieden unterstützen würde, haben heute hunderte Ägypter vor der israelischen Botschaft für eine Schließung der selben und für die Entlassung des Botschafters demonstriert. Anlass waren die wiederholten israelischen Luftangriffe auf verschiedene Ziele im Gazastreifen.
Die Demonstranten, welche unter anderem Flaggen Palästinas, Ägyptens und Tunesiens bei sich trugen forderten außerdem einen Stopp der Blockade Gazas und eine Öffnung der Grenzübergänge zu Ägypten.

Hier ein kurzer Beitrag bei Al-Shurouq, einer Zeitung, die sich rasch entschieden hinter die ägyptische Revolte gegen Mubarak gestellt hat.

Mittwoch, 6. April 2011

Ägypten: Konflikt zwischen Sufis und Salafisten

In Ägypten haben radikale Salafisten in der letzten Zeit wiederholt sufische "Heiligtümer" zerstört, da sie jede Form mystischer Religiosität ablehnen. Nicht nur unter Sufis ist die Verärgerung verständlicherweise groß, auch andere Muslime scheinen sich nun gegen die von Saudi-Arabien unterstützten Salafisten zu stellen.
A leading figure from the Azeemia Sufi order has warned of a sectarian war between Sufis and Salafis over the destruction of several shrines connected with revered religious figures.

Sheikh Mohamed Alaa Abul Azayem labeled as “thugs” Salafis who carried out the attacks, and accused them of trying to erase important symbols of Islamic Egypt.
Weiter gehts bei Al-Masry Al-Youm.

Dienstag, 5. April 2011

Ägypten vs. Saudi-Arabien?

Mubarak wurde verjagt und eine neue Regierung ist ernannt, schon scheinen sich die Beziehungen zwischen Ägypten und Saudi-Arabien zu verschlechtern.

Neue Nähe zum Iran?
Vielleicht liegt es an der neuen ägyptischen Haltung gegenüber dem Iran die das saudische Königreich so erzürnt. Der ägyptische Außenminister Nabil al-Arabi hatte kürzlich erklärt, dass man den Iran nicht als feindlichen Staat betrachte. Auch über Gespräche mit der Hizbullah würde man sich in der ägyptischen Regierung freuen, diese sei Teil der politischen und sozialen Struktur des Libanons. Nun wurde Al-Araby nach Teheran eingeladen.
Kairo kündigte außerdem an, dass man das Schicksal ägyptischer Gefangener in saudischen Gefängnissen genau verfolge.

Auch gegenüber Israel scheint es eine Wendung in der ägyptischen Politik zu geben. Erst durften erstmals seit vielen Jahren wieder iranische Kriegsschiffe den Suez-Kanal passieren. Dann wurde eine neue Regierung aufgestellt, in deren Reihen ausgesprochene Kritiker des israelischen Staats sitzen. Jetzt kündigte die Armee an, mehrere palästinensische Gefangene freizulassen, darunter ein hochrangiges Mitglied der Al-Qassam Brigaden. Die Palästinenser waren unter dem Mubarak-Regime inhaftiert worden. Ägypten überlegt des Weiteren die Grenze zum Gazastreifen zu öffnen.

Zu allem Überfluss hat nun auch noch Muhammad al-Barada'i erklärt man würde Israel den Krieg erklären, sollte es einen Feldzug gegen Gaza führen.
Zumindest rhetorisch scheint sich also Gegenwind zusammenzubrauen.


Probleme mit saudischer Unterstützung für Salafisten
As'ad AbuKhalil meint zudem eine Art Schlagabtausch zwischen saudischen und ägyptischen Medien zu sehen. Die Kritik gegenüber saudischen Positionen würde schärfer werden in der Medienlandschaft am Nil.
Auch auf religiöser Ebene bahnen sich Konflikte zwischen den von Saudi-Arabien finanzierten und unterstützten fundamentalistischen Salafisten und den weniger radikalen ägyptischen Muslimen an.
Mehrere Sufi-Bruderschaften und andere muslimische Gruppen rufen nun zu Protesten vor der saudischen Botschaft in Kairo auf, um gegen die saudische Unterstützung für salafistische Gruppen zu demonstrieren. Salafisten vertreten (salopp gesagt) eine besonders strenge "Version des Islams" und sehen Sufis und liberale Muslime als Gefahr für den Islam.

Die Organisatoren der geplanten Proteste weisen auch darauf hin, dass die Konflikte zwischen Muslimen und koptischen Christen ein Kind der 70er seien. Die Probleme seien also ein Produkt des Sadat-Systems und würden Ägypten spalten.

Nun halte ich von einer Annäherung an den Iran gar nichts, über jede Schwächung des saudischen Königreichs kann ich mich aber nur freuen.