al-Samidoun

Kommentare und Berichte zu Politik, Religion und Kultur mit Fokus auf den Nahen Osten.
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Sonntag, 26. August 2012

Mit Gauck gegen Links und Rechts

Auch bei der Welt ist die Botschaft der Rede Gaucks in Rostock angekommen:
Auch den Linksextremen widmet er eine paar Worte: "Wir sehen gerade wieder, wie wichtig es ist, zusammenzustehen", geht Gauck sie ein. Später lobt er das Engagement von Vereinen und Initiativen in Rostock, und ruft den "verwirrten Menschen", die das Gedenken stören, zu: "Wir werden immer mehr sein als ihr!" Dass ihn Linksextreme unterbrachen, dürfte Gauck in seiner Sicht bestätigen, wonach das politische Spektrum ein Kreis ist, wo ganz Rechte und ganz Linke näher bei einander agieren, als sie suggerieren.
Diese "Linksextremen" störten berechtigterweise das bürgerliche Gedenken, so wie sie die einzigen waren, die damals dem Hass der deutschen Bürger entgegenstanden, der sich gegen die Menschen im Sonnenblumenhaus entlud.

Zum Dank zeigten die pflichtbewussten, extremismuskritischen Bürger und Kinder von "Daddy Deutschland Gauck" (Berliner Kurier), wie man einem rassistischen Pogrom angemessen gedenkt und zerrissen das "Rassismus tötet" Transparent der Antifaschisten.


(Was ein ekliger Tag trotz dem schönen Regenwetter....)

Pflichtbewusst und gastfreundlich

Hannes Stein erklärt in der Welt, ganz ohne Ironie genau 20 Jahre nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen (jedoch aus anderem Anlass), warum die Deutschen stolz sein können auf ihr Land. In Deutschland gebe es nämlich eine unabhängige Justiz, Menschen, die "still und beharrlich ihre graue Pflicht erledigen" und eine gastfreundliche Demokratie. Na, wenn das so ist...

Ungesteuerte Einwanderung?

Fazke Jasper von Altenbockum schreibt:
Erst dann, nach jahrelangem Streit, war es möglich, neue rechtliche Möglichkeiten für eine gesteuerte Einwanderung zu schaffen.
Frage dazu: wann gab es denn diese implizierte "ungesteuerte Einwanderung" in Schland, mit offenen Grenzen für alle und jeden? Das ist doch auch eines dieser Neonazi-Märchen.

Der jubelnde Mob von Lichtenhagen

Ursprünglich lautete ein Satz aus dem Artikel des Pogrombejublers von der FAZ, Jasper von Altenbockum: Der Terror brachte manchen Sozialromantiker zur Besinnung und machte den Weg für eine gesteuerte Einwanderungspolitik frei.

 Sie "machten den Weg frei", Jasper von Altenbockum dankt.

Samstag, 25. August 2012

Die FAZ über die positiven Seiten des Pogroms von Lichtenhagen

Erst „Lichtenhagen“ brachte manche dieser Sozialalchimisten zur Besinnung. Erst der „Asylkompromiss“ des Jahres 1993, erst die Änderung des Grundgesetzes und erst die Regulierung der bis dato mehr oder weniger schrankenlosen Einwanderung haben es möglich gemacht, in die Nähe eines gesellschaftlichen Konsenses über Rechte und Pflichten in einem Einwanderungsland zu kommen – ja, erst einmal darüber, ob Deutschland überhaupt ein Einwanderungsland ist oder nicht.

Erst dann, nach jahrelangem Streit, war es möglich, neue rechtliche Möglichkeiten für eine gesteuerte Einwanderung zu schaffen. Mit den Folgen einer Integrationspolitik, die ignorierte, dass Einwanderung nicht in ein Paradies aus Rechten, Freiheiten und Selbstverwirklichung führt, sondern nur gelingt, wenn Pflichten und Gemeinsinn im Mittelpunkt stehen, hat Deutschland bis heute zu kämpfen.

Und wieder: freies Land für freie Nazis.

Sonntag, 19. August 2012

"Antideutsche Antifa"

Weil es so schön zu meinem letzten Posting passt...
Aus einer Diskussion bei Indymedia zu den ekeligen Aufmärschen am Al-Quds-Tag:


 (Zur vollen Ansicht Screenshot anklicken!)

Wie viel Gülle kann man/frau eigentlich in der Birne haben?

Samstag, 28. Juli 2012

"Ungeziefer und Roma-Clans" im Occupy-Camp

Das Drecksblatt "Welt" über "Ungeziefer", "Alkoholiker" und - Himmel hilf! - "Roma-Clans"  im Frankfurter Occupy-Camp "gegen den angeblich so bösen Kapitalismus":
Das Camp wurde im Herbst nach einer bundesweiten Anti-Banken-Demonstration als Mahnwache errichtet, Vorbild war New York. Sichtbar und nachhaltig, aber auch umgänglich und gewaltfrei wollte Occupy gegen den angeblich so bösen Kapitalismus protestieren.

Doch das Lager hat, wie fast alle seiner Art, mehr Obdachlose als Rebellen angelockt, Drogensüchtige aus dem nahen Bahnhofsviertel, Kleinkriminelle, Alkoholiker. Es gab Schlägereien zwischen den Bewohnern, Diebstähle, viel Streit und Lärm und Krach. Nachts müssen Bewohner Patrouille laufen, die IT-Station mit dem Computer braucht einen Extra-Bewacher.

Irgendwann waren sogar zwei komplette Roma-Clans in die Frankfurter Grünanlagen eingerückt, zwei schwangere Frauen eingeschlossen, die der Stadtverwaltung gewaltig Kopfzerbrechen bereiteten, weil sie die angebotenen Hotelzimmer nur dann annehmen wollten, wenn die gesamte Familie auch ein Zimmer bekomme. Das verweigerte die Stadt, um nicht noch mehr Roma anzuziehen. So blieben alle im Zelt. Angeblich zählen die rumänischen Familien allein schon 60 Mitglieder.

Man muss die Occupy-Bewegung nicht befürworten um bei so einem Artikel das Kotzen zu kriegen.

Donnerstag, 19. Juli 2012

Freies Land für freie Nazis II

"Wer sich nicht selbst versorgen kann, zurück in den Flieger."

Stimmen der Bild-Community zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts über zu geringe staatlichen Geldleistungen für Asylbewerber.

Samstag, 16. Juni 2012

Freies Land für freie Nazis

Berthold Kohler fragt sich in der FAZ, ob die Balltreter Boateng, Khedira und Özil ihrem angeblichen Ruf als "Muster-Integrierte" überhaupt gerecht werden, wenn sie die Hymne der Schlandianer nicht mitsingen. Und den beim Integrationsthema unvermeidlichen Döner-Witz ("Deutschland, einig Dönerland!") lässt er natürlich auch nicht aus. Wie sich das für einen drittklassigen Schreiberling so gehört.
Beim sogenannten Singen der Nationalhymne fällt immer wieder auf, dass sie nicht nur für Sarah Connor, sondern auch für unsere Muster-Integrierten Boateng, Khedira und Özil einfach zu sperrig ist. Wären unsere Abwehrreihen doch immer so fest geschlossen wie Özils Lippen beim Deutschlandlied!

Dazu schreibt der Politblogger* treffend:
Um nach Herzenslust auf den Afrodeutschen und die beiden Muslime in Joachim Löws Stammelf verbal einzudreschen zu können, braucht es für einen Herrn Kohler zwar keinen besonderen Grund, aber die sich regelmäßig wiederholende und schon deshalb völlig überflüssige Diskussion um das Singen der Nationalhymne ist natürlich eine Gelegenheit, die sich kein rechtspopulistischer Schwätzer entgehen lässt. Gut, schon Torwarttitan Oliver Kahn konnte unmittelbar vor dem Anpfiff mit Einigkeit und Recht und Freiheit nichts anfangen, und für den in Polen zur Welt gekommenen Lukas Podolski gilt heute dasselbe, aber die mussten trotzdem nie beweisen, dass sie anständige Deutsche sind. Bei Kahn stellte sich diese Frage schon rein optisch nicht – und Podolski stammt schließlich aus dem oberschlesischen Gliwice (früher Gleiwitz). Der dunkelhäutige Jerome Boateng – geboren und aufgewachsen in Berlin, Mutter Deutsche, Vater Ghanaer – sowie Sami Khedira (der ebenfalls eine deutsche Mutter hat) aus Stuttgart und der Gelsenkirchener Junge Mesut Özil haben dagegen gefälligst rund um die Uhr nachzuweisen, dass sie des strammen Germanentums à la Berthold Kohler würdig sind. Basta.

Freies Land für freie Nazis.

(*Von seinem äußerst lobenswerten Einsatz gegen die Nazis von PI-News abgesehen, zitiere ich den Politblogger eigentlich eher ungern. Sein vehementes Eintreten für einen "gesunden Patriotismus" und seine platte Gleichsetzung von "Links- und Rechtsextremismus", werfen dann doch ein eher seltsames Licht auf den grünen Blogger.)