Israel geht hart gegen Gedenkfeiern zum Todestag von Yasir Arafat vor.
In Qalqiliya (Westbank) drohten israelische Streitkräfte damit eine Schule zu stürmen, sollten die Schüler nicht davon absehen eine Gedenkfeier zum 6. Todestag Yasir Arafats zu veranstalten.
Ähnliches ereignete sich im Dorf Nabi Saleh, welches ebenfalls von der israelischen Armee abgeriegelt wurde um eine Gedenkfeier zu unterbinden.
Ich muss dabei an eine lustige Szene aus einem Film zweier junger, in Deutschland geborener Palästinenserinnen denken, die in einer Szene des Films vor Arafats Grabmal in Ramallah stehen und dabei nachdenklich und betroffen auf den Gedenkstein herab blicken.
Eines der Mädels unterbricht die Stille indem es leise die Inschrift vorliest: "24.08.1929 bis 11.11.2004."
Das andere Mädchen fügt daraufhin grübelnd hinzu: "Aber an irgendwas erinnert mich der 11.11. Ach! Karneval."
Wie wahr.
Es gibt jedenfalls eine ganze Menge anderer Palästinenser die es deutlich mehr verdient hätten betrauert zu werden.
Sonntag, 14. November 2010
Freitag, 12. November 2010
Unserrr doitsches Rrrrecht
In Berlin beballern sich mal wieder arabische Banden (auch "kriminelle Ethno-Clans" oder "kriminelle arabische Sippen" genannt) und das bietet natürlich für die ganzen Leitkulturschaffenden der sonst beschaulichen BRD den idealen Aufhänger sich etwas zu ereifern.
Auffallend ist, dass bei solchen Meldungen gerne darauf hingewiesen wird, dass die Täter "deutsches Recht" oder auch "unser deutsches Recht" nicht achten.
Seltsamerweise weist man bei blonden Straftätern mit 100% reiner deutscher Herkunft (garantiert CSU geprüft) nicht darauf hin.
Das gebrauchte Vokabular signalisiert den Unterschied: Der "deutsche" Straftäter bricht einfach nur das Gesetz, wohingegen arabische "Ethno-Clans" nicht nur unser deutsches Recht nicht achten, nein sie zeigen sogar ganz frech, "dass ihnen deutsches Recht völlig egal ist".
Beim Araber* wird ein Verstoß gegen das Gesetz auch noch ein direkter Angriff auf das spezifisch "deutsche". Die Formulierung soll ja bewusst zeigen, dass diese Kriminellen eigentlich vor allem deshalb kriminell sind, weil sie eben das deutsche Gesetz (und nur das deutsche!) nicht anerkennen.
Liebe Doitsche**, hier eine vermutlich schwerverdauliche Neuigkeit: Diese Kriminellen pfeifen auf jedes Gesetz ganz egal ob das jetzt das deutsche, türkische oder mikronesische ist.
Und noch ein Hinweis: Auchreinrassige Deutsche pfeifen auf das "deutsche Gesetz", wenn sie Banken überfallen, Menschen ausrauben und ihre GEZ-Gebühren nicht bezahlen.
Na, ob man jetzt noch gut schlafen kann?
*wahlweise auch Kurde, Türke, Berber.... na eben jeder Teppichknüpfer, Kameltreiber und jedes Ölauge.
**diejenigen, die keinen "Mihigru" nachweisen können und selbst im Schlaf noch "Wanderers Nachtlied" auswendig aufsagen können.
Auffallend ist, dass bei solchen Meldungen gerne darauf hingewiesen wird, dass die Täter "deutsches Recht" oder auch "unser deutsches Recht" nicht achten.
Seltsamerweise weist man bei blonden Straftätern mit 100% reiner deutscher Herkunft (garantiert CSU geprüft) nicht darauf hin.
Das gebrauchte Vokabular signalisiert den Unterschied: Der "deutsche" Straftäter bricht einfach nur das Gesetz, wohingegen arabische "Ethno-Clans" nicht nur unser deutsches Recht nicht achten, nein sie zeigen sogar ganz frech, "dass ihnen deutsches Recht völlig egal ist".
Beim Araber* wird ein Verstoß gegen das Gesetz auch noch ein direkter Angriff auf das spezifisch "deutsche". Die Formulierung soll ja bewusst zeigen, dass diese Kriminellen eigentlich vor allem deshalb kriminell sind, weil sie eben das deutsche Gesetz (und nur das deutsche!) nicht anerkennen.
Liebe Doitsche**, hier eine vermutlich schwerverdauliche Neuigkeit: Diese Kriminellen pfeifen auf jedes Gesetz ganz egal ob das jetzt das deutsche, türkische oder mikronesische ist.
Und noch ein Hinweis: Auch
Na, ob man jetzt noch gut schlafen kann?
*wahlweise auch Kurde, Türke, Berber.... na eben jeder Teppichknüpfer, Kameltreiber und jedes Ölauge.
**diejenigen, die keinen "Mihigru" nachweisen können und selbst im Schlaf noch "Wanderers Nachtlied" auswendig aufsagen können.
Mittwoch, 10. November 2010
Das Problem des "Arabisch (-islamischen) Antisemitismus"
“‘Allmacht und Ohnmacht.’ Zur Theorie und Praxis des arabisch(-islamischen) Antisemitismus.” lautete die Ankündigung einer Veranstaltung, die ich mir - bei diesem Titel - selbstverständlich nicht entgehen lassen konnte.
Natürlich ging ich mit einer Portion Skepsis zum Vortrag. Nicht zuletzt, weil der Referent Malte Gebert auch für die jungleworld als Schreiber tätig war und das antideutsche Spektrum - gelinde gesagt - nicht gerade bekannt ist für seine haarscharfen Analysen der arabischen Welt.
Meinen Befürchtungen zum Trotz war der Vortrag dann aber doch nicht so schlimm wie man vielleicht erwartet hätte. Das lag aber vor allem daran, dass er - möglichweise zeitbedingt - relativ kurz und oberflächlich war.
Dennoch gab es einige Kritikpunkte.
Zwar machte der Titel klar, dass es um arabischen Antisemitismus gehen sollte, doch schränkte der Vortragende den geographischen Rahmen auf Ägypten und die Palästinensischen Autonomiegebiete ein. Die anderen knapp 21 Länder der arabischen Welt sollten also vorerst unter den Tisch fallen.
Außerdem sollte nur der „arabisch-islamische Antisemitismus“ beleuchtet werden was bedeutete, dass nicht nur die Rolle der arabischen Christen bei der Entstehung und Verbreitung antisemitischer Ideen unberücksichtigt blieb, sondern auch der Antisemitismus bei den Arabern ohne große "islamische Ambitionen". Dass trotzdem die antisemitischen Aussagen eines Gamal Abdel Nassers in den Kontext miteinbezogen wurden, zeigte abermals die fragwürdige Abgrenzung die solche Äußerungen in die Schublade des „islamischen“ Antisemitismus steckte, obwohl sie höchstwahrscheinlich aus gänzlich anderen Motivationen heraus entstanden sind.
Nasser war vieles aber kein Mensch der sich in der Öffentlichkeit streng islamisch gab. Islamistische Vordenker wie Rashid Rida wurden, trotz ihrer maßgeblichen Rolle für die Verbreitung antisemitischen Gedankenguts dagegen nicht behandelt. Für eine Analyse des Phänomens wäre dies aber wesentlich sinnvoller gewesen. Warum also diese Auswahl?
Weil es eher um Sensation als um Analyse geht? Wurde die christliche Rolle deswegen ausgelassen, weil sie nicht in das Bild des "arabisch(-islamischen) Antisemitismus" passt?
Denn an der Verbreitung antisemitischer Vorstellungen waren arabische Christen nicht unbeteiligt. Einige der ersten Übersetzungen von „Mein Kampf“ kamen aus dem Umfeld arabischer Christen (z.B. von Yusuf al-Sab'awi).
Warum wurden diese Fakten ausgeblendet?
Gebert erwähnte zwar, dass die unsäglichen Protokolle der Weisen von Zion tatsächlich sehr früh nach ihrem Erscheinen in Europa auch in der arabischen Welt zirkulierten, vergaß aber mitzuteilen, dass die erste arabische Übersetzung vom maronitischen Christen Antun Yammin stammte.
All das passt natürlich nicht so ganz in das Konzept des ausdrücklich „islamischen“ Antisemitismus in der arabischen Welt.
Fraglos ist Judenhass ein Phänomen welches sich auch durch die Geschichte des Islams zieht, aber den Antisemitismus der arabischen Welt vornehmlich mit dem Islam zu erklären ist ein fragwürdiges Unternehmen.
Größter Kritikpunkt, und dieser betrifft nicht wenige der westlichen Autoren die nun plötzlich über die arabische Welt schreiben ist der, dass der Referent offensichtlich des Arabischen nicht mächtig ist.
Ohne gute Sprachkenntnisse ist man jedoch auf Übersetzungen angewiesen die nicht selten aus fragwürdigen Quellen stammen, welche sehr selektiv darüber entscheiden welche antisemitischen Aussagen übersetzt werden und welche nicht. Es ist schon auffällig, dass MEMRI und Co bei den antisemitischen Ausfällen so genannter „pro-westlicher“ Persönlichkeiten gerne mal beide Augen zudrücken.
Die Forschung über die Verankerung von Antisemitismus in den arabischen Gesellschaften erfordert es einfach, dass man sich mit den Angehörigen dieser Gesellschaften auch auf der Landessprache unterhalten kann. Dass man die Medien in der Originalsprache lesen kann und dass man dadurch auch die Gegenbeispiele in den Medien kennen lernt, die nicht übersetzt werden, da sie eben nicht spektakulär genug für eine Übersetzung sind.
Es gibt mittlerweile dutzende Bücher zum Thema Islam und Antisemitismus. Der Großteil davon ist zwar politisch motivierter Schrott von Leuten die kein Arabisch sprechen, sich aber trotzdem zu Experten der arabischen Welt erklären, aber es gibt durchaus das ein oder andere wirklich empfehlenswerte Werk.
Das Buch "The Arabs and the Holocaust" von Gilbert Achcar sticht dabei besonders hervor. Nicht nur weil der Autor als Muttersprachler einen gänzlich anderen Zugang zu den Quellen hat, sondern weil er sich tatsächlich bemüht objektiv das Thema zu beleuchten ohne das Problem kleinzureden oder maßlos zu übertreiben.
Natürlich ging ich mit einer Portion Skepsis zum Vortrag. Nicht zuletzt, weil der Referent Malte Gebert auch für die jungleworld als Schreiber tätig war und das antideutsche Spektrum - gelinde gesagt - nicht gerade bekannt ist für seine haarscharfen Analysen der arabischen Welt.
Meinen Befürchtungen zum Trotz war der Vortrag dann aber doch nicht so schlimm wie man vielleicht erwartet hätte. Das lag aber vor allem daran, dass er - möglichweise zeitbedingt - relativ kurz und oberflächlich war.
Dennoch gab es einige Kritikpunkte.
Zwar machte der Titel klar, dass es um arabischen Antisemitismus gehen sollte, doch schränkte der Vortragende den geographischen Rahmen auf Ägypten und die Palästinensischen Autonomiegebiete ein. Die anderen knapp 21 Länder der arabischen Welt sollten also vorerst unter den Tisch fallen.
Außerdem sollte nur der „arabisch-islamische Antisemitismus“ beleuchtet werden was bedeutete, dass nicht nur die Rolle der arabischen Christen bei der Entstehung und Verbreitung antisemitischer Ideen unberücksichtigt blieb, sondern auch der Antisemitismus bei den Arabern ohne große "islamische Ambitionen". Dass trotzdem die antisemitischen Aussagen eines Gamal Abdel Nassers in den Kontext miteinbezogen wurden, zeigte abermals die fragwürdige Abgrenzung die solche Äußerungen in die Schublade des „islamischen“ Antisemitismus steckte, obwohl sie höchstwahrscheinlich aus gänzlich anderen Motivationen heraus entstanden sind.
Nasser war vieles aber kein Mensch der sich in der Öffentlichkeit streng islamisch gab. Islamistische Vordenker wie Rashid Rida wurden, trotz ihrer maßgeblichen Rolle für die Verbreitung antisemitischen Gedankenguts dagegen nicht behandelt. Für eine Analyse des Phänomens wäre dies aber wesentlich sinnvoller gewesen. Warum also diese Auswahl?
Weil es eher um Sensation als um Analyse geht? Wurde die christliche Rolle deswegen ausgelassen, weil sie nicht in das Bild des "arabisch(-islamischen) Antisemitismus" passt?
Denn an der Verbreitung antisemitischer Vorstellungen waren arabische Christen nicht unbeteiligt. Einige der ersten Übersetzungen von „Mein Kampf“ kamen aus dem Umfeld arabischer Christen (z.B. von Yusuf al-Sab'awi).
Warum wurden diese Fakten ausgeblendet?
Gebert erwähnte zwar, dass die unsäglichen Protokolle der Weisen von Zion tatsächlich sehr früh nach ihrem Erscheinen in Europa auch in der arabischen Welt zirkulierten, vergaß aber mitzuteilen, dass die erste arabische Übersetzung vom maronitischen Christen Antun Yammin stammte.
All das passt natürlich nicht so ganz in das Konzept des ausdrücklich „islamischen“ Antisemitismus in der arabischen Welt.
Fraglos ist Judenhass ein Phänomen welches sich auch durch die Geschichte des Islams zieht, aber den Antisemitismus der arabischen Welt vornehmlich mit dem Islam zu erklären ist ein fragwürdiges Unternehmen.
Größter Kritikpunkt, und dieser betrifft nicht wenige der westlichen Autoren die nun plötzlich über die arabische Welt schreiben ist der, dass der Referent offensichtlich des Arabischen nicht mächtig ist.
Ohne gute Sprachkenntnisse ist man jedoch auf Übersetzungen angewiesen die nicht selten aus fragwürdigen Quellen stammen, welche sehr selektiv darüber entscheiden welche antisemitischen Aussagen übersetzt werden und welche nicht. Es ist schon auffällig, dass MEMRI und Co bei den antisemitischen Ausfällen so genannter „pro-westlicher“ Persönlichkeiten gerne mal beide Augen zudrücken.
Die Forschung über die Verankerung von Antisemitismus in den arabischen Gesellschaften erfordert es einfach, dass man sich mit den Angehörigen dieser Gesellschaften auch auf der Landessprache unterhalten kann. Dass man die Medien in der Originalsprache lesen kann und dass man dadurch auch die Gegenbeispiele in den Medien kennen lernt, die nicht übersetzt werden, da sie eben nicht spektakulär genug für eine Übersetzung sind.
Es gibt mittlerweile dutzende Bücher zum Thema Islam und Antisemitismus. Der Großteil davon ist zwar politisch motivierter Schrott von Leuten die kein Arabisch sprechen, sich aber trotzdem zu Experten der arabischen Welt erklären, aber es gibt durchaus das ein oder andere wirklich empfehlenswerte Werk.
Das Buch "The Arabs and the Holocaust" von Gilbert Achcar sticht dabei besonders hervor. Nicht nur weil der Autor als Muttersprachler einen gänzlich anderen Zugang zu den Quellen hat, sondern weil er sich tatsächlich bemüht objektiv das Thema zu beleuchten ohne das Problem kleinzureden oder maßlos zu übertreiben.
Montag, 25. Oktober 2010
Wenn sich Antideutsche über "Deutschenfeindlichkeit" beklagen...
Von Antideutschen habe ich noch nie viel gehalten.
Na gut, stimmt nicht. Ich habe selbst eine Phase der konkret und jungleworld Sozialisation hinter mir und muss sogar zugeben, dass dort Probleme angesprochen wurden, denen sich Linke stellen sollten. Allerdings bin ich immer der Meinung gewesen, dass die Antideutschen die falschen Schlüsse aus ihrer teils durchaus berechtigten Kritik ziehen.
Deshalb kommt es auch immer öfters zu äußerst fragwürdigen Anbandelungen der Antideutschen mit Rechtspopulisten wie Sarrazin, Wilders, Broder und Co.
Peter Nowak hat jetzt einen kleinen, interessanten Beitrag dazu geschrieben was passiert, wenn Antideutsche den von der Neuen Rechten geprägten Begriff der so genannten "Deutschenfeindlichkeit" übernehmen und sich über die angebliche Zunahme der selbigen erschrecken.
Nowak zeigt, dass es für die Antideutschen von entscheidender Bedeutung ist wer feindliche Aussagen gegenüber "Deutschen" machen darf. Nämlich nur die "100% reinen Deutschen" und nicht die Deutschen, deren Eltern oder Großeltern eingewandert sind.
Der vollkommen fragwürde und von rechts importierte Begriff "Deutschenfeindlichkeit" wird dabei erschreckenderweise unkritisch und ohne zu hinterfragen übernommen.
Persönlich kenne ich nur einen Antideutschen. Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir aus Spaß gemeinsam den Wahl-O-Maten gemacht.
Auf dem ersten Platz der empfohlenen Parteien stand bei ihm die Seehofer CSU. Die weitere Rangfolge hat er dann lieber für sich behalten.
Verständlich.
Na gut, stimmt nicht. Ich habe selbst eine Phase der konkret und jungleworld Sozialisation hinter mir und muss sogar zugeben, dass dort Probleme angesprochen wurden, denen sich Linke stellen sollten. Allerdings bin ich immer der Meinung gewesen, dass die Antideutschen die falschen Schlüsse aus ihrer teils durchaus berechtigten Kritik ziehen.
Deshalb kommt es auch immer öfters zu äußerst fragwürdigen Anbandelungen der Antideutschen mit Rechtspopulisten wie Sarrazin, Wilders, Broder und Co.
Peter Nowak hat jetzt einen kleinen, interessanten Beitrag dazu geschrieben was passiert, wenn Antideutsche den von der Neuen Rechten geprägten Begriff der so genannten "Deutschenfeindlichkeit" übernehmen und sich über die angebliche Zunahme der selbigen erschrecken.
Nowak zeigt, dass es für die Antideutschen von entscheidender Bedeutung ist wer feindliche Aussagen gegenüber "Deutschen" machen darf. Nämlich nur die "100% reinen Deutschen" und nicht die Deutschen, deren Eltern oder Großeltern eingewandert sind.
Der vollkommen fragwürde und von rechts importierte Begriff "Deutschenfeindlichkeit" wird dabei erschreckenderweise unkritisch und ohne zu hinterfragen übernommen.
Persönlich kenne ich nur einen Antideutschen. Vor etwas mehr als einem Jahr haben wir aus Spaß gemeinsam den Wahl-O-Maten gemacht.
Auf dem ersten Platz der empfohlenen Parteien stand bei ihm die Seehofer CSU. Die weitere Rangfolge hat er dann lieber für sich behalten.
Verständlich.
Saudi-Eurabia und der heldenhafte Kampf der Bewegung 14. Juli
Gerade halte ich die Ausgabe 01/10 der Zeitschrift "Eurabia" der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in den Händen.
Titelthema ist der Libanon ("Der Libanon - liberal, wirtschaftsstark und doch tief gespalten") und welche Richtung dabei eingeschlagen wird ist klar ersichtlich. Auf dem Cover heißt es nämlich:
So viel Pathos kennt man sonst nur aus Top Gun oder Pflaumes "Nur die Liebe zählt".
Mit 14. Juli ist wohl die Bewegung 14. März gemeint. An diesem Tag kam es im Jahre 2005, einen Monat nach der Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri zu Massendemonstrationen gegen die syrische Präsenz im Lande. Das Datum wurde daher zum Namensgeber einer Koalition aus anti-syrischen Parteien, die man in Europa und den USA penetrant "pro-westlich" nennt. Da am 8.Juli März allerdings auch pro-syrische Massendemonstrationen (so etwas wie Stuttgart 21 Demos nur im Libanon und mit Hizbullah) abgehalten wurden, wurde direkt eine Gegenkoalition unter dem nicht minder kreativen Namen 8. März gegründet.
Wie dem auch sei: Vier Monate daneben - macht aber nichts!
Besonders interessant ist aber, dass von all den Milizen welche gegen die verschiedenen Besatzer gekämpft haben, ausgerechnet die relativ junge Gruppe um Mini Hariri genannt wird. Die ungleich brutalere israelische Besatzung und der Kampf vieler verschiedener Gruppen (penetrant anti-westlich genannt) gegen selbige scheint da beinahe vergessen.
Und dann wird Gevatter Rafiq auch noch zum Symbol des Landes hochstilisiert, wobei man sich gerne mal den Spaß machen kann in den arabischen Ländern die Bevölkerung zu fragen, welche Persönlichkeit sie spontan zuerst mit dem Libanon verbinden: Rafiq Hariri oder Hassan Nasrallah?
Die durchschnittlich häufigere Antwort (Sayyid Nasrallah) würde dem saudischen Königshaus jedoch gar nicht passen. Wie ich jetzt auf die Saudis komme?
Nun, ein Blick ins Impressum verrät, dass zum "Ehrenpräsident" der Zeitschrift Seine Königliche Hoheit Prinz Faisal Bin Abdulmajeed Bin Abdulaziz Al Saud ernannt wurde.
Dass der saudische Adel seit jeher auf der Seite des Hariri-Klans stand und mit den anti-israelischen Gruppen, ob links oder islamistisch so seine Problemchen hatte ist keine Neuigkeit.
Neu ist allerdings, dass es für die Propaganda jetzt ein eigenes kleines Heftlein in Deutschland gibt.
Titelthema ist der Libanon ("Der Libanon - liberal, wirtschaftsstark und doch tief gespalten") und welche Richtung dabei eingeschlagen wird ist klar ersichtlich. Auf dem Cover heißt es nämlich:
Die Zeder und der 2005 ermordete Ministerpräsident Rafiq Hariri sind Symbole der libanesischen Gesellschaft.
Unter der Zeder kämpften libanesische Milizen während des Bürgerkriegs - und die Bewegung des 14. Juli (sic!) von Saad Hariri gegen fremde Besatzung.
So viel Pathos kennt man sonst nur aus Top Gun oder Pflaumes "Nur die Liebe zählt".
Mit 14. Juli ist wohl die Bewegung 14. März gemeint. An diesem Tag kam es im Jahre 2005, einen Monat nach der Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten Rafiq Hariri zu Massendemonstrationen gegen die syrische Präsenz im Lande. Das Datum wurde daher zum Namensgeber einer Koalition aus anti-syrischen Parteien, die man in Europa und den USA penetrant "pro-westlich" nennt. Da am 8.
Wie dem auch sei: Vier Monate daneben - macht aber nichts!
Besonders interessant ist aber, dass von all den Milizen welche gegen die verschiedenen Besatzer gekämpft haben, ausgerechnet die relativ junge Gruppe um Mini Hariri genannt wird. Die ungleich brutalere israelische Besatzung und der Kampf vieler verschiedener Gruppen (penetrant anti-westlich genannt) gegen selbige scheint da beinahe vergessen.
Und dann wird Gevatter Rafiq auch noch zum Symbol des Landes hochstilisiert, wobei man sich gerne mal den Spaß machen kann in den arabischen Ländern die Bevölkerung zu fragen, welche Persönlichkeit sie spontan zuerst mit dem Libanon verbinden: Rafiq Hariri oder Hassan Nasrallah?
Die durchschnittlich häufigere Antwort (Sayyid Nasrallah) würde dem saudischen Königshaus jedoch gar nicht passen. Wie ich jetzt auf die Saudis komme?
Nun, ein Blick ins Impressum verrät, dass zum "Ehrenpräsident" der Zeitschrift Seine Königliche Hoheit Prinz Faisal Bin Abdulmajeed Bin Abdulaziz Al Saud ernannt wurde.
Dass der saudische Adel seit jeher auf der Seite des Hariri-Klans stand und mit den anti-israelischen Gruppen, ob links oder islamistisch so seine Problemchen hatte ist keine Neuigkeit.
Neu ist allerdings, dass es für die Propaganda jetzt ein eigenes kleines Heftlein in Deutschland gibt.
Samstag, 9. Oktober 2010
Seehofer gibt den Sarrazin
Der CSU-Vorsitzende Seehofer hat gefordert, in Zukunft keine Zuwanderung mehr aus der Türkei oder aus arabischen Ländern zuzulassen.
Es ist nicht lange her da gingen CDU/CSU mit "Das Boot ist voll!" Slogans auf Rechtswählerfang. Es brannten Asylbewerberheime und Wohnungen von Migranten.
Freitag, 8. Oktober 2010
Zionistischer Humor
Ein israelischer Soldat tanzt um eine gefesselte Palästinenserin, macht sie an, verhöhnt die verängstigte Frau.
Samstag, 2. Oktober 2010
"There is nothing to be negotiated on!"
Dieses Video von Edward Said ist das einzige, was ich zu den derzeitigen Friedensverhandlungen zu bemerken habe.
"It's like negotiating on the theft of a house. What you are gonna negotiate about? You get half a door back??"
Sechs Hinrichtungen auf der Mavi Marmara
The report of the fact-finding mission of the Office of the United Nations High Commissioner for Human Rights (OHCHR) on the Israeli attack on the Gaza flotilla released last week shows conclusively, for the first time, that US citizen Furkan Dogan and five Turkish citizens were murdered execution-style by Israeli commandos.
Freitag, 1. Oktober 2010
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