al-Samidoun

Kommentare und Berichte zu Politik, Religion und Kultur mit Fokus auf den Nahen Osten.

Samstag, 17. Dezember 2011

Und plötzlich gibt es ein Problem...

Ihre Opfer sind nicht mehr allein Palästinenser, Israels radikale Siedlerjugend im Westjordanland greift jetzt auch Armeeposten an und verletzt Soldaten. Militärchefs sind entrüstet: Der "jüdische Terrorismus" müsse gestoppt werden, bevor es Tote gibt.
Das ist schon zynisch. Jetzt, wo es nicht mehr nur die Palästinenser trifft ist man plötzlich empört und fordert Aktionen gegen den "jüdischen Terrorismus".

Mehr zum Verhältnis zwischen den Siedlern und der israelischen Armee gibt es bei MondoPrinte.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Christoph und Ramazan

Weil einer der beiden Angeschossenen(!) den Namen Ramazan hat bedeutet das für PI-News, dass die Tat automatisch mit "dem Islam" verknüpft ist.
Nach dieser kewilschen Logik wäre dann auch jedes Verbrechen von Personen mit Namen wie Christoph oder Christine ein Verbrechen im Namen des Christentums.

Zudem ist eigentlich nichts über die Umstände bekannt, dennoch steht für PI zweifelsfrei fest, dass die beiden Niedergeschossenen selbst in irgendeiner Form Täter sind. Diese Denkweise dominierte auch lange die Diskussion um die so genannten "Dönermorde". Bis dann schließlich herauskam, dass kewils Brüder im (Nazi-) Geiste für die Morde verantwortlich waren.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Abschieben!

Bei der Debatte über die Flüchtlingspolitik im niedersächsischen Landtag hat die CDU-Abgeordnete Gudrun Pieper für einen Eklat gesorgt. In Richtung der türkischstämmigen Grünen-Parlamentarierin Filiz Polat sagte sie: „Am besten hätte man Sie abschieben sollen.
Und was meinen die treuen WO-Kommentatoren?
Ich bin absolut und überhaupt kein Freund der CDU.
Aber diese Frau ist mit sympatisch.
Naja, wo Frau Pieper Recht hat, da hat sie eben Recht.

Ich sehe darin keine "rassistische Beleidung" Frau Polats.

Warum schon wieder mal so ein Aufstand mit Krokodilstränen?

Was ist daran rasstistsch auf das Recht der Abschiebung hinzuweisen, was in noch deutlich mehr Fällen besser mal angewand worden wäre?
Und so weiter...

Freitag, 2. Dezember 2011

Hysterische Wut

Ofenschlot über zwei interessante Leserbriefe an die Konkret. In einem davon wird in Bezug auf einen abscheulichen Kommentar von Seiten eines Konkret-Schreiberlings die Frage gestellt, woher eigentlich die "fast schon hysterische Wut auf die Palästinenser" eigentlich komme, die die Verursacher der Monatszeitschrift regelmäßig offenbaren.

Was mir zudem aufgefallen ist und was ich für bemerkenswert halte: In der aktuellen Ausgabe dürfen erstmals seit dem im Dezember 2010 begonnenen, so genannten "Arabischen Frühling" tatsächlich einmal zwei aus arabischen Ländern stammende Personen zu den Geschehnissen Stellung nehmen.
Ja richtig gelesen! Erstmals seit Beginn der Revolten in den arabischen Ländern werden von der Konkret also keine israelischen Militärfuzzis oder der scheinbar unvermeidbare Alex Feuerherdt über die Belange der arabischen Bevölkerungen befragt. Da dürfen tatsächlich mal Araber selbst ihre Meinung zu den Ereignissen äußern. Beinahe geschichtsträchtig.

Dienstag, 29. November 2011

Schrecklicher Verdacht: Assad-Gegner Nazis?

Die Luft für Bashar al-Assad wird stetig enger. Ja sogar die Arabische Liga hat sich schlussendlich zu Sanktionen gegen Syrien durchgerungen.
Und auf beiden Seiten, auf der des Regimes und bei dessen Gegnern, läuft die Propagandamaschinerie auf Hochtouren.

So präsentierte am Montag der syrische Außenminister Videos, die angeblich das brutale Vorgehen bewaffneter Banden gegen die syrische Bevölkerung zeigen. Kurz darauf wurde jedoch aufgedeckt, dass es sich bei einem Teil der gezeigten Videos um ältere Aufnahmen aus dem Libanon handelt.

Dieses von der Opposition präsentierte Video dagegen soll angeblich einige von Regierungstruppen erschossene Syrer zeigen. Man muss jedoch keine guten Augen haben um zu erkennen, dass die angeblich getöteten Regimegegner ziemlich lebendig aussehen.

Weniger diskutiert wird hingegen, was sich da unter dem Label "Regimegegner" so alles tummelt. Klar ist, dass zu den aktivsten auch von Saudi-Arabien unterstützte Islamisten zählen.

Diese Assad-Gegner jedenfalls machen in dem Video unten zur Einstimmung eine bestimmte Handbewegung, die auch von anderen Gruppen im Nahen Osten bekannt ist und dort - wie zum Beispiel bei der Hizbullah - von westlichen Beobachtern schlicht als "Hitlergruß" bezeichnet wird.

Soll jetzt also die syrische Opposition ein Sammelbecken für Nazis sein? Den Bildern nach zu urteilen offensichtlich schon, denn bei der Hizbullah wurde die selbe Handbewegung als glasklarer Beweis für ihre faschistoide, antisemitische Haltung gesehen.

Dienstag, 15. November 2011

USA: Anstieg anti-muslimischer Straftaten um 50%

Erschütternde Statistik aus den USA: Demnach sind anti-muslimische Straftaten stark angestiegen. Gleichzeitig gibt es weniger Hassdelikte gegen Juden.
Und um keinerlei Missverständnisse aufkommen zu lassen illustriert Welt-Online die Meldung mit einer Bilderstrecke zum 11. September.

Montag, 14. November 2011

Nachbarschaftsstreitigkeiten...



Man achte auch darauf wie der Soldat tapfer die Angreifer beschützt.

Samstag, 12. November 2011

Bushidos Bambi

Bei aller Aufregung um Bushidos Bambi-Auszeichnung finde ich ausnahmsweise mal Worte von Neuköllns Bürgermeister Buschkowsky bedenkenswert:
„Er (Bushido) ist ein hervorragendes Beispiel für eine gelungene Integration, sagt der Burda-Verlag. Ob das wirklich die richtige Bambisparte ist? Wieso muss man einen Menschen integrieren, der eine deutsche Mutter hat, in Bonn geboren, in Berlin aufgewachsen ist und seinen tunesischen Vater gar nicht kennt? Wenn er sich einen Bambi verdient hat, dann doch wohl für Cleverness, hervorragende Adaption unseres gesellschaftlichen Geldmachsystems und für das Erreichen von Jugendschichten in ihrer eigenen Kultur.“

Freitag, 11. November 2011

Die Leser der Jungle World: kewil

Okay, vielleicht ist die Überschrift ein klitzekleines bisschen übertrieben. Natürlich muss es nichts heißen wenn ein Blogger aus einer Zeitung zitiert.
Wenn sich aber ausgerechnet einer der fanatischsten Rassisten des homophoben, antiziganistischen, sexistischen, antimuslimischen Hassblogs PI-News auf "die linke Wochenzeitung" Jungle World beruft ist das durchaus bemerkenswert.
Denn eigentlich sind für die PI-Schreiber die hiesigen Medien sowas von kolossal "linksversifft", "rot-" oder "islamfaschistisch", "kommunistisch", "linksgestrickt" oder einfach "jüdisch". Andere Druckerzeugnisse werden auch mal schlicht als "Negerzeitung" betitelt.
Und dann ist es ausgerechnet die linke Jungle World, die der homophobe Hobbyrassenkundler und PI-Autor kewil zitiert, ohne sie auch nur mit einem seiner so häufig bemühten Schmähworte abzuurteilen? So kritiklos kommt dort höchstens noch die neurechte Junge Freiheit weg.


Vielleicht sind es ja Artikel wie der von Gerhard Scheit in welchem dieser angesichts des Massakers von Oslo behauptete, so etwas wie "das Feindbild Muslim" existiere nicht, die kewil endgültig zum Jungle World Leser gemacht haben?

Ist es jetzt gut oder schlecht für eine Zeitung, wenn sie von einem Typen wie kewil nicht mit einer Flutwelle an Schimpfworten belegt wird?

Zum Antisemitismus unter Muslimen

Wie weit verbreitet ist Antisemitismus unter Muslimen? Diese Frage hat sich auch der "Unabhängige Expertenkreis Antisemitismus" in seinem ersten Bericht gestellt. Doch eine Antwort vermögen die zehn Autoren nicht zu geben: "Bis heute fehlen für Deutschland belastbare wissenschaftliche Befunde über die tatsächliche Verbreitung antisemitischer Stereotype unter Muslimen." Die von Muslimen ausgehenden antisemitischen Übergriffe seien laut Statistik jedenfalls "vergleichsweise marginal". Mehr als 90 Prozent aller antisemitischen Straftaten würden von Tätern aus dem rechten Spektrum begangen.
Wobei ich noch gerne gewusst hätte was der Begriff "rechtes Spektrum" genau heißt?